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Numerus

aus AufEinWort, der freien Forschung
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numerus Vorlage:dt.-lat. 'Zahl, Anzahl, Einzahl, Mehrzahl, …', 'Singular, Dual, Plural,…'

Die Grammatik übernimmt (17. Jh.) terminologisches lat. numerus als zusammenfassenden Begriff Numerus m. für Singular, Dual, Plural.


Singular Plural
Nominativ der Numerus die Numeri
Genitiv des Numerus der Numeri
Dativ dem Numerus den Numeri
Akkusativ den Numerus die Numeri

Anmerkung zur Deklination:

Die am Lateinischen angelehnte Deklination, zum Beispiel Numerum, ist veraltet.

Worttrennung:

Nu·me·rus, Plural: Nu·me·ri

Aussprache:

IPA: [ˈnuːməʁʊs], [ˈnʊməʁʊs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Numerus (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik, Grammatik: die Zahl oder die Anzahl beschriebener Begriffe (zum Beispiel Mehrzahl), die Substantive, die zugehörigen Artikel, Pronomina und Adjektive und auch die Verben in ihrer jeweiligen Flexion zum Ausdruck bringen können
[2] Mathematik: Funktionsargument der Logarithmusfunktion
[3] historisch: eine römische Hilfstruppe

Herkunft:

lateinisch nūmerus → la „Zahl, Anzahl“[1]

Synonyme:

[1] Anzahl, Zahl, Zahlform
[2] Logarithmand

Gegenwörter:

[1] bei Nomen: Genus, Kasus; bei Verben: Person, Tempus, Modus

Oberbegriffe:

[1] thematisch: Flexion, Grammatik

Unterbegriffe:

[1] Singular/Einzahl, Dual/Dualis/Zweizahl, Paukal, Trial, Quadral, Plural/Mehrzahl, Distributiv

Beispiele:

[1] Das Lateinische kennt wie das Deutsche zwei Numeri: den Singular und den Plural.
[1] „Numerus (Zahl) ist eine grammatische Eigenschaft eines Worts, welche auf die Einheit oder Mehrheit der Dinge von einerley Art hinweist. Man hat also 2 Numeros, nehmlich einen Numerum singularem, und Numerum pluralem. Numerus singularis ist die Bezeichnung der Einheit einer Sache z. B: homo (der Mensch). Numerus pluralis oder Numerus multitudinis ist die Bezeichnung der Mehrheit gleicher Dinge, es mag übrigens nur von zweyen, oder mehreren, oder auch von allen die Rede seyn, z. B. homines (die Menschen).“[2]
[1] „Die kritischen Aussagen verweisen meistens auf die Flexion des Nomens und des Adjektivs und monieren implizit die Mißverhältnisse zwischen Formenvielfalt und Leistungen in den Bereichen Genus, Numerus und Kasus.“[3]
[1] „Es weist Züge einer restflektierenden, aber auch einer agglutinierenden Sprache auf: Alle Kasus der Nominalflexion sind bis auf den Genitiv (einheitlich auf -s) verschwunden und im verbalen Bereich gibt es nur noch eine Einheitsflexion, die keine Kongruenzbeziehungen mehr in bezug auf Numerus oder Person aufweist.“[4]
[2] Das Ergebnis des Logarithmierens gibt an, mit welchem Exponenten man die Basis potenzieren muss, um den Numerus zu erhalten.
[3] Numerus bedeutete ursprünglich „die Schar“, das heißt, solche Einheiten wurden anfangs nur im Bedarfsfall ausgehoben und nach Beendigung ihres Einsatzes wieder aufgelöst.[5]

Wortbildungen:

Numeruskongruenz, Numerus clausus