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hind + -e f.
- ‘Hirschkuh’,
- Setzt man für Abk./Ger.
- ein an das Esw./Dentalsuffix assimiliertes m (also ger. *hindō aus *him-) voraus,
- ergibt sich Verwandtschaft mit
- aind. śámaḥ ‘hornlos, ohne Hörner’,
- grie. kemás (κεμάϛ) ‘Reh, junger Hirsch’
- sowie mit schwundstufigem
- lit. šmùlas ‘hornlos’, šmùlis, šmùlė ‘Ochse bzw. Kuh ohne Hörner’
- bei einer Esw./Wurzel uig. *k̑em- ‘hornlos’,
- so daß für die ger. Formen von einer Bedeutung ‘horn- bzw. geweihloses Tier’ auszugehen ist,
- im Gegensatz zum geweihtragenden (‘gehörnten’) Hirsch (s. d.).
- Bereits im 16. Jh. wird das früh veraltende, danach vorwiegend nur noch dichterisch gebrauchte Wort durch das Suffix -in zu Hindin f. verdeutlicht, dessen Verwendung im 19. Jh. ebenfalls zurückgeht.