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Zweck

aus AufEinWort, der freien Forschung
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zweck Vorlage:ahdt.-dt.

Anm. KF: Der Zweck hält das Ziel; am Zweck wird oder ist ein Ziel aufgehängt; mit dem oder am Zweck wird das Ziel befestigt; solange ein Zweck ist, wird ein Ziel gehalten, beibehalten.

  • Zweck m.
    • ‘Ziel, Absicht, Sinn’,
    • im dt.
      • ahd. zwec, zwecki ‘Nagel, Pflock’ (um 800),
      • mhd. zwec, zwic ‘Nagel, Stift aus Holz oder Eisen’,
      • frühnhd. zweck, zwick ‘Nagel, Keil’, auch ‘Zwickel, zwickelartige Falte an einem Kittel’.
    • Nur im Hd. heimisches Wort; von daher stammen
      • nl. zwik ‘Nagel, Zapfen, Keil’,
      • mnd. swick ‘Zapfen, Keil’
      • und (vielleicht über das Mnd.) swed. svicka ‘Zapfen’.
    • Herkunft unklar.
      • Für die gewöhnlich angenommene Verwandtschaft
        • (auf Grund des Anlauts) mit Zweig und zwei (s. d.)
        • gibt es keinen hinreichenden Grund
          • (ein vereinzelter Beleg zweck ‘Zweig’ aus dem 16. Jh. ist ungewöhnlich und nicht tragfähig).
      • Im 15./16. Jh. bezeichnet Zweck den Befestigungsnagel der Zielscheibe beim Schießen (mit Armbrust oder Büchse);
        • dieser gilt oft selbst als Ziel (vgl. den Zweck treffen, 16. Jh.).
        • Von daher seit dem 17. Jh. übertragen ‘Ziel, Absicht, Beweggrund, erkennbarer Sinn’.
      • Die Bedeutung ‘Nagel’ wird von Zwecke (s. d.) übernommen (18. Jh.).