deut
deu + t |
¦√¦ *tew- “wohlwollend achtsam sein, bemerken";
¦⊗¦ ¦↵¦ Grundwort von deutsch, Deutsch, deuten, Deutung mit der Wortbedeutung "viele, mehren, schwellen, stark, hundert, Leute, Volk";
Deut "keinen Deut mehr" für "kein Stück, kein Pfennig (Cent), mehr", oder Ähnlich; nur noch in den festen Verbindungen keinen, nicht einen Deut ‘gar nicht(s)’. Deut (seit dem 17. Jh. in hd. Texten) ist ursprünglich die Bezeichnung für eine kleine Kupfermünze in Holland und am Niederrhein, die bis ins 19. Jh. in Umlauf ist; mnl. (holl.) duit, doyt, deuit, deyt, nl. duit, danach mnd. deut, doyt, engl. doit, verwandt mit anord. þveiti ‘Münze, Buttermaß’, eigentlich ‘das Abgeschnittene, das abgeschlagene Stück’, zu anord. þveita ‘schlagen, hauen, stoßen’, und mitaengl. þwītan ‘schneiden, abschneiden’. Neben Vieh als gebräuchlichstem Wertmesser am Anfang der Handelsbeziehungen sind (vor Einführung gemünzten Geldes) abgebrochene oder abgehackte Stücke wertvollen Metalls gültiges Zahlungsmittel. Von der 2. Hälfte des 18. Jhs. an steht Deut für einen ‘geringen Geldbetrag’, vor allem in den oben angeführten Verbindungen.
Auszug Welterschütterung: "Damit möchte ich überleiten zu den Themenbereichen Religionen und religiöse Begriffe. Die Begriffe Gott und Teufel gehen auf die ahd. Worte für gut und übel zurück. Das ahd. di ubil, ibil, abal, upil, ubel, abol, finden wir wieder im spanischen Wort diabolo, im französischen diable, im Swaheli ibilis, die alle Teufel bedeuten, und in vielen anderen Sprachen. Als Wort für Gott finden wir außerhalb der sogenannten germanischen Sprachen fast stets das Wort für deutsch, ahd. teot, diut, diot, deut. Die Azteken, wie die Griechen, haben teos, teo, die Lateiner deus, die Spanier dios, die Franzosen dieux usw. usw. So heißt bei den Römern der oberste Gott Jupiter ursprünglich Dispater oder Diuspater, der »Vater der Deutschen« und auch in seiner griechischen Entsprechung Zeus ist das ahd. deut zu erkennen."