Sprachkunst
Erscheinungsbild
16. Jh. als Übersetzung von lat. ars grammatica und agrie. grammatikḗ téchnē, dann Anfang 17. Jh. ‘Morphologie und Syntax, Grammatik’.
Die Sprāchkunst, plur. inusit. der Innbegriff aller oder doch der vornehmsten Ausübungssätze einer Sprache, doch nur objective; Grammatica, die Grammatik, Sprachlehre. Ingleichen ein Buch, welches diese Ausübungssätze enthält. Der Plural ist in dieser Bedeutung so wenig als in andern ähnlichen Zusammensetzungen üblich, so wenig als zur Zeit noch Sprachkünstler für Grammaticus, Sprachlehrer, und sprachkünstlich für grammatisch eingeführet ist.[1]
- ↑ Sprachkunst Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 228.