eng
eng | ‘wenig Raum lassend, begrenzt’ und ‘dicht beieinander, gedrängt’, ahd. engi (8. Jh.), mhd. enge,
enge,engen,engem,enger,enges,engere,engeres
asächs. engi, mnd. enge, mnl. enghe, nl. eng, aengl. enge, anord. ǫngr, øngr, got. aggwus, daneben die umlautlosen Adverbformen ahd. ango (9. Jh.), mhd. ange (s. bange).
Das gemeingerm. Egsw. (ein alter u-Stamm, ger. *angu-) und das davon abgeleitete Abstraktum Angst führen zusammen mit aind. aṁhúḥ ‘eng’ (inaṁhubhḗdī), lat. angiportus (aus *anguportus) ‘enges Gäßchen’ sowie der Erweiterung aslaw. ǫzъkъ, russ. úzkij(узкий) ‘eng, schmal’
auf uig. *ang̑hu-, eine Adjektivbildung zur Ww. uig. *ang̑h- ‘eng, einengen, schnüren’ (mit früher Übertragung in den seelischen Bereich, vgl. aind. áṁhaḥ ‘Angst, Bedrängnis’, lat. angor ‘Beklemmung, Angst’), an die wohl auch Angina anzuschließen ist. Dazu Enge