munter
munt + -er Adj. ‘lebhaft, wach’, ahd. muntar (9. Jh.), mhd. munder, munter.
Das nur im Dt. gebräuchliche Adjektiv verbindet sich mit ahd. muntarī, muntrī ‘Eifer’ (8. Jh.), got. mundōn ‘sehen auf’, anord. munda ‘zielen, streben’ und außerger. mit grie. mathé͞in (μαθεῖν), Aorist zu manthánein (μανθάνειν) ‘lernen’ (s. Mathematik), kymr. mynnu ‘wollen’, lit. mañdras ‘munter, lebhaft, klug’, aslaw. mǫdrъ ‘klug, weise’, russ. múdryj (мудрый) ‘klug, weise’.
Erschließbar ist ein vor allem o- und schwundstufig auftretendes uig. *mendh- ‘sein Denken, seinen Sinn worauf richten, lebhaft sein’, das als Zusammenrückung der Wurzeln uig. *men(ə)- ‘denken, geistig erregt sein’ (s. mahnen) und uig. *dhē- ‘setzen, stellen, legen’ (s. tun) anzusehen ist.
Zu abgeleitetem und (im 17. Jh.) zurücktretendem muntern, ahd. muntaren, muntren (9. Jh.), mhd. mundern ‘munter machen, aufwecken’ sind gebildet ermuntern.