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Wechsel

aus AufEinWort, der freien Forschung
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¦∑¦ wechs-el, o. wech-sel; Wech; Wrtdtng: eigtl. "das Weichen" des Einen aufgrund, wegen oder für eines Anderen; (Aus)tausch, Veränderung, Aufeinanderfolge, Schuldschein;

  • Wechsel m.
    • ‘Austausch, Tausch, Veränderung, Aufeinanderfolge, Schuldschein’,
      • ahd. wehsal n. m. ‘Tausch, Aufeinanderfolge, Änderung, Handel’ (8. Jh.),
      • mhd. wehsel, (md.) wechsel, wessel m. n. ‘Wechsel, Tausch, Austausch, Ersatz, Handel, Vorkaufsrecht’,
      • asächs. wehsal m. n. ‘Wechsel, Tausch, Handel, Geld’,
      • mnd. wessele, wissele f., wissel m. ‘Wechsel, Tausch, Wechslerbank, -geschäft’,
      • mnl. nl. wissel m.,
      • anord. vīxl n. ‘Wechsel, Austausch’,
      • uger. *wihslaz,
    • gebildet mit dem Suffix uig. -slo-, germ. -sla- zu uig. *u̯eig- ‘Weichen, Wechsel, Abwechslung’,
      • auch ‘biegen, winden, sich wenden, weichen’ (s. weichen2 und weich).
      • uig. *weyk-, "wählen"; uig. *u̯eig- ‘Weichen, Wechsel, Abwechslung’, auch ‘biegen, winden, sich wenden, weichen’;
    • Auf die Variante uig. *u̯eik- führt verwandtes
      • lat. vicis (Genitiv) ‘Wechsel, Abwechslung’ (s. Vikar).
    • Wechsel ist als ‘Zustand oder Handlung, wodurch etw. an die Stelle eines anderen tritt’ zu erklären;
      • daraus entwickelt sich ‘Tausch, Veränderung, Aufeinanderfolge’.
    • Das Substantiv wird schon im Ahd. auf den Warentausch und -kauf bezogen;
      • im Geldverkehr bezeichnet es zunächst den ‘Umtausch von Geldsorten’ sowie die ‘Wechselzahlung’,
        • d. h. die ‘schriftliche Zusicherung, zu einem späteren Zeitpunkt eine bestimmte Summe zu zahlen’ (14. Jh.),
        • nach ital. cambio ‘Wechselzahlung’ (lat. cambiō);
        • vgl. mlat. cambium ‘Tausch(urkunde)’,
          • zu spätlat. cambiāre ‘wechseln, tauschen’.
      • Aus der Gewohnheit, ein solches Schriftstück statt Bargeld an Dritte weiterzugeben, entwickelt sich im 16. Jh. ‘Urkunde für eine Wechselzahlung’, älteres Wechselbrief (14. Jh.) ablösend, weiter ‘Geldanweisung’ (18. Jh.), auch ‘Geld, das auf den Wechsel gezahlt wird’ (17. Jh.).
    • – wechseln