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Garst

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Garst | Garst |  ‘ranziger, stinkender Geschmack oder Geruch’, zu dem auch ahd. gerstī ‘Haß, Groll, Garstigkeit’ (10. Jh.), anord. gersta ‘ärgern, böse machen’ und gerstr ‘bitter, unwillig, mürrisch’ gehören.

Seine unmittelbaren Entsprechungen hat das Egsw. garstig in mnd. garstich (neben garst), mnl. garstich (neben gherstich, gherst), nl. garstig.

Die Etymologie ist unsicher. Vielleicht besteht Verwandtschaft mit lit. grasà ‘Androhung, Strenge’, grasùs ‘unausstehlich, widerwärtig’, armen. garšim ‘habe Abscheu’, so daß von uig. *ghers-, *ghres- ‘Widerwille, Abscheu, Ekel’ ausgegangen werden kann.

Die alte Bedeutung ‘ranzig, verdorben’ hält sich bis ins 18. Jh., allein in nl. garstig ‘unschmackhaft, verdorben’ ist sie bis heute erhalten geblieben.