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Über das Gute als Lebensspielweise

aus AufEinWort, der freien Forschung
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(Anmerkung: ursprünglich für einige Freunde geschrieben.)

  1. An dem zuvor in Bezug auf Opportunismus gegebenen Gleichniß des Segeln, anhand der Wortherkunft und eigentlichen Wortbedeutung von opportun ‚auf den Hafen gerichtet’
    1. kann Man eigentlich alles für ein Unternehmen, gar fürs Leben übertragend ableiten, was Man als Führungskraft in Bezug auf Führung und Unternehmen, oder als Mensch fürs Leben wissen sollte
    2. und Wer Sich dies alles verbildlicht und schaut, wird alles Weitere daraus erkennen können, daß Er benötigt, um seinen Daseinzustand und sein Wohlergehen zu steigern.
  2. Dem Gleichniß entsprechend würde ein Pessimist eher im Heimathafen verbleiben und alle Begründungen aufwerfen, daß es sich ja eh nicht lohnen würde ‚in See zu stechen’,
    1. während ein Abenteurer einfach drauflos segelt, nimmt den jeweils günstigen und bequemen Wind und schaut was kommt, wo Er anlandet, ob Er strandet,
    2. der Optimist sitzt eher auf dem Meer in einer Flaute und erzählt allen, daß der Wind bald aufkommen würde, während das Trinkwasser zur Neige geht, die Meeresströmung das Schiff weit vom Kurs abbringt,
    3. der Ego ist läßt für Sich segeln, duldet niemand Anderen anzukommen,
    4. der Altruist hilft allen Anderen zu segeln und kommt selbst nie irgendwo an,
    5. für Manche ist es das Segeln, daher der Weg und nicht der Hafen das Ziel und so weiter…,
    6. Sie Sich alle jeweils auf ihre Art und Weise dennoch opportunistisch gemäß ihrer Zielsetzungen verhalten,
      1. doch ein wirklich erfolgreicher unnachgiebiger Opportunist kommt nach meiner Lebenserfahrung allein in seinem Hafen an, in dem niemand außer Er ist und oder mit Ihm sein will.
  3. In den Geschichtsbüchern landen meist jene Größen, die Außergewöhnliches vollbrachten wie auch außergewöhnlich scheiterten –
    1. die Mehrheit der Menschen scheitert mehr oder weniger umfangreich früher oder später und unbeachtet in dem Verwirklichen ihrer Zielsetzungen,
    2. da Sie Sich dem zuvor verdeutlichten Bedingtheiten sowie Wirkweise und Zustand ihres Opportunismus nicht bewußt, daß Sie Sich in dem daß Sie sind und tun unbewußt sind,
    3. sowie an ihren unbewußten und nicht aufeinander und miteinander abgestimmten Zielsetzungen, sei es eine Geschäftsbeziehung, Freundschaft, Liebesbeziehung …
  4. Opportunismus als Lebensspielweise hat ihre Tücken und das Denken des Opportunisten dreht sich um das Gute für Ihn
    1. und angesichts des Zielhafen im Sinn entspricht Opportunismus im Allgemeinen und Guten an sich einer ‚Zielausgerichtetheit‘ und oder Zweckmäßigkeit,
    2. die der Opportunist lediglich auf dem Erlangen seiner eigener Ziele und dem Verwirklichen eigener Zwecke zum eigenen Wohl und Wohlstand begrenzt und dahingehend die Wege und Verfahrensweise als seine Zielsetzungen ausrichtend gestaltet –
    3. er also die Ziele und Zwecke seiner Liebsten und Nächsten, Anderer, seines Lebensumfeld, der Kultur und Natur seinen Zielsetzungen unterzuordnen sucht und Sich zunutze macht.
  5. Ein Opportunist sieht Sich im Grunde als Kapitän, alle Anderen als seine Segelmannschaft, somit als seine Gehilfen in Bezug auf seine Zielsetzungen
    1. und ein Boot voller Opportunisten wird eher kentern als einen Hafen erreichen, da jeder bedingt seinen und damit keinen anderen Hafen im Sinn hat,
    2. schließlich kann ein Boot jeweils nur eine Richtung auf einen Zielhafen hin einschlagen.
  6. Den reinen unverkennbaren unbeirrbaren Opportunisten gibt es natürlich nicht, da auch vergleichsweise ein pessimistisch-egoistischer Mensch auf seine besondere Art und Weise opportunistisch im Sinne der Psychologen ist,
    1. doch die Psychologie im Ganzen hat nie verstanden, daß diese Verhaltensweisen etwas mit Mut und Gemüt zu tun haben,
    2. welches gegenwärtige und fortbestehende Emotionen, daher emotionale Verhaltensweisen, also dem jeweiligen Mut und Gemüt nach bedingte Lebensspielweisen sind,
    3. die einen mehr oder weniger stark ausgeprägten dem entsprechenden Lebensstil und Lebenswandel erwirken.
  7. Ein Schlüssel und Schloß zur Vernunft, zu Erfolg und Wohlergehen findet sich durch Angemessenheit
    1. und durch aufeinander abgestimmter, übereingestimmter Zielsetzungen, durch die der Opportunismus seine Segel und sein Steuerrad erhält.
    2. Unvernunft, wie auch Streit bis Krieg kommt dort auf, wo Angemessenheit nicht erlangt ist, so daß ein Opportunist genaugenommen nicht an seinem Opportunismus,
      1. sondern an seiner Unangemessenheit gegenüber Sich und oder Anderen scheitert.
  8. Wenn Opportunismus an sich gut, das Gute sei, dann entsprechen Egoismus, wie auch Optimismus, einem Zuviel des Guten
    1. und Altruismus wie auch Pessimismus einem Zuwenig des Guten jeweils für Sich, seine Nächsten und Liebsten, Andere, seinem Lebensumfeld und oder der Kultur und der Natur.
  9. Den eigentlichen Wortbedeutungen nach ist der Gegensatz von gut genaugenommen bedingt ungut, also gut-ungut und nicht gut-schlecht oder gut-böse,
    1. da schlecht ‚schlicht, nicht auffällig sein‘, böse ‚übermütig, aufgebläht sein‘ oder englisch bad eigentlich „zwittrig, mannfraulich“ deren Wortlaut und Wortherkunft nach bedeuten
    2. und diesen Worten durch religiöse Gelehrte lediglich die Bedeutungen „teuflisch, diabolisch, satanisch“ und Weitere zugewiesen wurden.
  10. Ein Zuviel oder Zuwenig des Guten wird zum Unguten, so liegt und findet sich das Gute bedingt in der Angemessenheit, in Auswahl und Ausmaß des Richtigen als Gutheit,
    1. sowie vergleichsweise in dem, daß zur falschen Zeit und oder am falschen Ort einwirkend ebenso ein Zuviel des Guten ist,
    2. da es an sich zur richtigen Zeit und zugleich am richtigen Ort vergleichsweise als geeignete Gabe im angemessenen Ausmaß gut, ein Zuviel des Guten ein vergiften wäre,
    3. sowie auch das gewählte Mittel zum Bewirken des Guten zum Unguten wird, wenn es falsch ausgewählt, ebenso zu einem Zuviel vom Unbrauchbaren, Ungewünschten oder einem Zuwenig von dem Benötigten und oder Gewollten wird.
  11. Das jeweils Ungute erwirkt sich somit jeweils aus Unangemessenheit heraus, dem Verfehlen das richtige Maß zu nehmen, das angemessene Mittel, dessen Ausmaß zu ermitteln, zu bestimmen, anzustreben und zum angemessenen Zeitpunkt am richtigen Ort durchzusetzen.
  12. Ein Zuviel des Unguten, wie auch ein Zuwenig des Guten erzwingt bedingt ein Gutes, daß als gegen das Ungute gerichtet, ebenso ein Ungutes ist,
    1. da letztlich durch Ungutes das Ungute zu stoppen gesucht wird, um das Gute zu erzwingen,
    2. wodurch verdeutlicht ist, daß das Gute wie auch Ungute im Auge des bewertenden Betrachters liegt, so auch das Gute selbst kein Dasein aus Sich heraus hat.
  13. Seit meiner Kindheit habe Ich Mich meiner Überzeugung nach ‚an dem Strohhalm festgehalten‘, daß der Mensch im Grunde gut sei,
    1. so wie die Religionen daran festhalten, das Gott ‚das Gute' sei, oder die Philosophen, besonders Platonisten und Neoplatonisten, daß es ‚das Gute' in seiner Reinform gäbe,
    2. doch lehrte Mich das Leben die Weisheit des Volksmund „Es gibt nichts Gutes, außer Man tut es!“ – doch was ist das Gute?
  14. Man lehrte Uns das Gute und Ungute indem Man Uns sagte, daß dieses gut, ein anderes ungut sei und wenn Man ein Dasein, einen Daseinzustand, ein Verhalten … als das Gute, als ein Gut bestimmt,
    1. so bestimmt Man zugleich dessen Gegensatz, das dem Entgegengesetzte als das Ungute, als ein Ungut
    2. und steigt so in die gut-ungut-Denkart ein, die einer zweiwertigen Logik entspricht
    3. und die Schamanen, infolge Priester, Magier, Gelehrte machten schon vor vielen tausenden Jahren wiederholend den Fehler das Gute zu personifizieren,
    4. in dem sie das Gute mit einem Gott oder Göttern gleichsetzten, die Person Gottes als das Gute erschufen, dem Man Sich unterzuordnen hätte, um gut sein zu können.
  15. Wenn Man das Gute personifiziert und Sich des Weltgeschehen vergewissert, so kommt Man nicht umhin zu erkennen, daß es das dem Guten als Ungute entgegengesetzte Dasein geben müsse
    1. und da das Gute zugleich das Ungute, Schlechte, Böse erzwingt, so muß es folglich einen Teufel, Diabolus oder Satan in der Personifizierung des Unguten geben,
    2. schließlich muß es einen Widersacher Gottes geben, der ja als das personifizierte Gute nicht das Ungute auf Erden bewirken wird
    3. und so entstand mutmaßlich der scheinbar ewige Kampf von Gut gegen Böse, eigentlich von Gut gegen Ungut und die Denkweise, die aufgrund dieser Denkart das Übel und Leid auf Erden erwirkt.
  16. Die gut-böse-Denkweise ist sehr tief, hält Menschen auf einem niederen Gemütszustand unten, da sie dem Unguten als das Böse, wie auch dem Guten Macht und Dasein zuweist, daß diese nicht haben,
    1. das Ungute sich infolge aus der Unangemessenheit herausbildet, da das Gute in Angemessenheit als Angemessenheit erschaffen werden muß und Geeignetheit ist eine Form der Angemessenheit
    2. und so gibt es nichts auf Erden, daß die Eigenschaft des Guten oder Unguten in sich birgt oder auf Sich vereint,
    3. Ich aufgrund dieser Erkenntniß meine Überzeugung fallen ließ, daß der Mensch im Grunde gut sei – Er ist es offenbar nicht, sondern ist ein zur Gutheit begabtes Wesen, wie der Mensch auch ein zur Vernunft begabtes Wesen ist.
  17. Genauso wie der Mensch im Grunde nicht gut ist, ist Er im Grunde weder schlecht, böse noch ungut,
    1. sodaß Er je nachdem was Er anstrebt, was Er für Sich als gut, das Gute bestimmt, mit dem Er Sich, Andere, Dasein und Daseinzustände gleichsetzt, Sich im Guten, folglich im Recht sieht und stellt, daß dem entsprechende als der Vernunft halber zu verwirklichen
      1. und das dem entgegengesetzte Ungut, Unrecht und Unvernunft zu vermeiden, zu stoppen zu bekämpfen sei, doch hat Man nach meinem Eindruck offenbar niemals einem Mensch zur Genüge verdeutlicht, wie Er das wahrhaftig Gute zur Genüge bestimmt.
  18. Das kennzeichnende Merkmal des Guten ist Angemessenheit, das genügende Ausmaß zur richtigen Zeit am richtigen Ort,
    1. daß weder ein Zuviel noch Zuwenig und das geeignete Mittel im Hinblick auf das Verwirklichen und Erlangen eines guten Daseinzustand, dessen Erhalt und gegebenenfalls möglicher Verbesserung ist
    2. und dies zu ermitteln, zu bestimmen, anzustreben, zu verlangen und gegebenenfalls durchzusetzen entspricht nach meinem Eindruck und Kenntnisstand einer wohlwollenden Lebensspielweise des Guten,
      1. somit entlang der Angemessenheit zu segeln sicher in den gewünschten Hafen führt.
  19. Begrenzt Man dies lediglich auf Sich, geht daraus der für Andere als ungut empfundene wirkende Opportunismus hervor,
    1. durch dem im Streben für Sich Vorteile und das Gute zu erlangen, sich die Nachteile und das Ungute für Andere erwirken.
    2. Sich dem Guten zu versagen, wie es vorwiegend vergleichsweise im Buddhismus, Hinduismus, Jainismus gelebt wird, ist lediglich das dem entgegengesetzte äußerste Ungut, daß als das vermeintliche Gute gelehrt wird,
      1. genauso wie das gelehrte vermeintliche Gemeinwohl sich gegen das Wohlergehen des Einzelnen richtet, da alle dieser Art Lehren die Angemessenheit auf die eine oder andere Art und Weise verfehlen,
      2. da sie wie auch Judentum, Christentum, Islam, Freimaurertum, Neoplatonismus, Psychologie und alle dem ähnliche Bestrebungen offen bis versteckt das Böse dem Einzelmensch, dem Ego ursächlich zuweisen, das es zu unterdrücken und auszumerzen gilt.
  20. Wer in Angemessenheit denkt hebt Sich aus der tiefen Ebene der allgemeinen durch Gelehrte erwirkten gut-böse-Denkweise heraus auf die hohe Ebene des richtigen Maß zum Guten hinauf
    1. und Man wird erkennen, daß es das Gute wie auch Schlechte, Böse, Ungute an sich nicht gibt,
    2. daß dort wo Gutes oder Ungutes entweder Angemessenheit als Dasein und oder Daseinzustand angemessener Zielsetzungen erlangt oder verfehlt wurde oder wird.
  21. Der Mensch ist Sich entsprechend und gemäß seiner erlangten Vernunft daß Maß aller Dinge des Guten, welches nicht in Sich, in seinem Ich sondern in der Angemessenheit zu finden ist,
    1. dem Wohlwollen für Sich und seine Liebsten und Nächsten, Andere, seinem Lebensumfeld, seiner Kultur und der Natur gleichrangig bedeutend und wichtig das jeweils Angemessene zu bestimmen und darüber Übereinstimmung als das Gute zu erlangen.
  22. Ein Weg Sich aus der gut-schlecht-Denkart herauszuheben besteht darin schlecht, das Schlechte wieder als das wörtlich zu vernehmen, daß es eigentlich ist, daß ‚zu schlichte, zu einfache‘,
    1. ein Dasein oder Daseinzustand, dem das Besondere nach eigenem Ermessen ermangelt,
    2. zu althochdeutsch sleht ‚glatt, eben‘, somit schlichten ‚glätten, ebnen’ bedeutet, ein Schlichter ‚die Wogen im Streit glättet‘ und dies besonders gut macht, wenn Er es schlecht macht, so daß Gute je nach Fall im Schlechten oder im Schlichten liegt,
    3. Man durch Verwendung der wirklichen Wortbedeutungen auch die Lösungen ableiten und erkennen kann, daß es den Gegensatz gut-schlecht im Dasein gar nicht gibt, da das Schlechte an sich das Glatte, Ebene ist.
  23. Der Weg Sich aus der gut-böse-Denkart herauszuheben besteht darin böse, das Böse wieder als das wörtlich zu vernehmen, daß es eigentlich ist,
    1. zu althochdeutsch böse ‚blähend‘ das ‚aufgebläht sein‘, aufgeblähtes überhebliches Verhalten,
    2. was als Boshaftigkeit empfunden wird aus Überheblichkeit, Übertreibung einem Zuviel des Guten für denjenigen heraus hervorgeht, der das rechte Maß, die Angemessenheit verfehlt
    3. und Man Derartiges fortan aufzulösen weiß, in dem Man das verdeutlicht, verlangt und durchsetzt, daß angemessen ist,
    4. sowie die religiös bedingte Vorstellung fallen läßt, daß es das personifizierte Böse als einen Teufel, Diabolos, Satan oder eines Menschen gäbe,
    5. da das Böse keine eigene Wesenheit aus sich heraus hat, daher kein eigenes Dasein im Dasein haben kann, es lediglich tiefgemütige Verhaltensweisen niederer Gesinnung sind,
  24. Man wird dennoch darin verhaftet bleiben, wenn Man anstelle derer nun Sich die gut-ungut-Denkart aneignet, lediglich die Wortwahl wechselt
    1. und weiterhin verkennt, daß gut wie ungut, das Gute wie Ungute auf Einschätzungen, Bewertungen in Bezug auf Dasein und Daseinzustände nach eigenem Ermessen in Bezug auf bestehende Zielsetzungen beruht,
    2. jedoch althochdeutsch guot ursprünglich ‚(in ein Gefüge) fügend‘, damit bereits sinngemäß ‚angemessen‘ bedeutet,
    3. zu dessen urindogermanischen Wortwurzel *ghadh-, ‘vereinigen, eng verbunden sein, zusammenfügen’,
    4. vergleichsweise auch altindisches gádhyaḥ ‘was Man gerne festhält, was einem angemessen ist’,
    5. sowie ein althochdeutsch gigat ‚angemessen’, einem aus dem Sprachgebrauch entfallenen Wort,
    6. gut noch vor der Christianisierung einfach nur vermittelte, daß etwas angemessen sei, daß rechte Maß habe, also bevor gut als das Gute mit Gott gleichgesetzt wurde,
    7. im unverfälschten Althochdeutsch die eigentliche Bedeutung der Worte einem durch dessen Sprachgebrauch, deren Wortlaut entsprechend aufzeigten und verdeutlichten, worauf es beim bewirken des Guten ankommt – Angemessenheit.
  25. Wirklich herauslösen wird Man Sich aus dieser niederen Denkart indem Man erkennt, daß Man in Angemessenheit denkt,
    1. diese durch sein Denken und Handeln zu ermitteln, zu bestimmen sucht was für Sich, seine Liebsten und Nächsten, Andere, sein Lebensumfeld, seine Kultur und der Natur angemessen ist,
    2. das Gute und meinetwegen auch das Göttliche in der Angemessenheit zu finden ist,
    3. so wie auch darin Unangemessenheit nicht zu dulden oder zu erdulden, wie auch für das Gemeinwohl zu bestimmen ist.
  26. Das Gemeinwohl, sei es für Familie, Gemeinde, Gemeinschaft oder Bevölkerung eines Landes … wird oft als das höchste Gut dargestellt,
    1. dem Man gerecht zu werden und Sich unterzuordnen habe, Sich daher zurücknehmen oder zurückhaltend in Demut zu zeigen, auf ein Wohl für Sich zu verzichten hätte.
    2. Wenn das Gemeinwohl zum Nachteil des Einzelnen wird, dann schließt es den Einzelnen vom gemeinsamen Wohl aus
      1. und kann damit bedingt nicht das Gemeinwohl sein, da Man als Einzelner nicht mehr daran teilhat oder teilnimmt.
    3. Das Gute im Gemeinwohl findet sich ebenso in der Angemessenheit für die Gemeinschaft und des Einzelnen, auf das sich das Gemeinwohl bezieht
      1. und daher auch das Wohl des Einzelnen mit einbeziehend das jeweils Angemessene bestimmt.
    4. Sein Wohl über das Gemeinwohl zu stellen ist genauso unangemessen, wie vom Gemeinwohl Vorteile für Sich zu erheischen, ohne dazu beizutragen.
  27. Indem Man nun in Angemessenheit denkt, erwirkt Man unweigerlich zugleich das Denken in Unangemessenheit
    1. sobald Man seine Aufmerksamkeit auf das Unangemessene legt und dieses zu vermeiden, zu stoppen zu bekämpfen sucht
    2. und nicht beachtet, daß Man dasjenige verstärkt, dem Man seine Aufmerksamkeit schenkt
    3. und dadurch dem Unguten Bedeutung und Wichtigkeit, infolge Macht über Sich und das Dasein zuweist.
  28. Das Unangemessene als das Ungute zu bemerken, zu kritisieren und zu bemängeln ist bedingt meist erforderlich um das hervorzuheben, daß angemessen und gut ist.
    1. Man bewirkt das Gute in dem Man die Aufmerksamkeit auf das Gute richtet und worauf Man seine Aufmerksamkeit hält wird sich verstärken lassen,
      1. so daß Man durch das Bewirken und Erwirken des Guten zugleich dem Entstehen des Unguten entgegenwirkt,
      2. ohne es, ausgenommen von Notlage oder Gefahr, im Einzelnen oder beständig vermeiden, stoppen oder bekämpfen zu müssen.
  29. Indem Man also fälschlich meint, durch das Beseitigen und Bekämpfen des Unguten das Gute bewirken zu können, wird Man Sich meist im Verlauf in einem Zustand finden, vom Unguten überwältigt zu werden, das Ungute selbst zu bewirken
    1. somit vergleichsweise die Gesetzgebung, sowie das Rechtswesen eines Staates Straftaten und Verbrechen an sich erst ermöglicht und vorerzeugt, die es vorgibt zu bekämpfen.
    2. Vor Gericht werden nur die Straftaten geahndet, die als Verstoß gegen ein Gesetz als Unrecht, infolge als Straftat benannt werden und im Einzelnen wird der Straftäter für seine Tat bestraft,
      1. jedoch wird dabei immer die eigentliche Tat verfehlt, die es wenn überhaupt zu bestrafen gilt, die darin besteht, die Angemessenheit verfehlt zu haben und die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was die Angemessenheit ist.
  30. Wenn Man von Kindheit an für ein bestimmtes Können, Sein, Tun, Haben und oder ein Werden, wie für ein Nichtkönnen, Nichtsein, Nichttun, Nichthaben oder Nichtwerden bestraft wird, jedoch nie erlernt, was das Gute als das Angemessene ist,
    1. wird Man es auch im Verlauf seines Leben nicht als solches bestimmen und bewirken können.
    2. Eine Strafe darf sich vergleichsweise daher niemals unmittelbar auf eine Tat beziehen, sondern muß sich auf das jeweilige Verfehlen des Angemessenen beziehen,
      1. welches die eigentliche Tat, das eigentliche Verbrechen ist.
    3. Mit anderen Worten gesagt, lenkt und hält Man die Aufmerksamkeit auf das, das gewünscht, gebraucht, gewollt, nützlich, schön,
      1. jedoch bedingt angemessen und als solches zu sein auch erkennbar ist, daher das jeweilige Gültige, das jeweils Geeignete in Angemessenheit ist.
  31. Wir empfinden Andere als gut, die in einer angemessenen Art und Weise mit Einem umgehen, die Einem das zugute kommen lassen, daß angemessen ist
    1. und Jene als ungut, die Einem unangemessen entgegentreten, Unangemessenes von Einem abverlangen, gar erpressen
    2. und da es das Gute wie auch Ungute in Vollkommenheit und Reinheit nicht gibt, es jeweils ein mehr oder weniger des Einen oder Anderen je nach Maß, Ansicht, Bewertung und Betrachtung ist,
    3. findet sich das Gute in einer Gemeinschaft an sich darin, worin Übereinstimmung und Zustimmung über ein Gut, gut sein, Gutheit erlangt worden ist,
    4. somit das Gute die Übereinstimmung und Zustimmung als Einigung zur Einigung über das Gute bedarf,
    5. doch warten Andere meist mit dem auf, daß für Sie gut sei und verfehlen die angemessene Vorgehensweise Übereinstimmung zu erlangen und die Zustimmung zu erhalten,
    6. wie es vergleichsweise ein Staat beständig mit seinen Bürgern, seiner Bevölkerung zu tun pflegt und seiner Pflicht zur Staatspflege verfehlt, da das Gute des Staat meist lediglich und alleinig den fragwürdigen Zielsetzungen der jeweiligen Regierung dienlich ist.
  32. Es genügt in einer Beziehung also nicht einfach nur das Angemessene und folglich Gute zu bestimmen, da die Zuteilung, Annahme und Empfindung des Guten der Übereinstimmung und Zustimmung Desjenigen bedarf, dem dies zugute kommen und genügen soll.
  33. Wirklich teuflisch ist für Mich, wenn Jemand aus der Teufe ‚Tiefe‘ seines niederen Gemüt heraus das offensichtlich Ungute zum Guten erklärt und dem Gültigkeit zu verschaffen sucht,
    1. Sich wie ein Diabolos „Verleumder“ des wahrhaften und möglichen Guten auftut und alles durcheinander wirft, zu griechisch diábolos „durcheinanderwerfend“,
    2. oder Sich wie ein Satan als Widersacher des Guten aufführt, zu hebräisch śạṭạn „Widersacher“, śạṭạn eigentlich ‚nachstellen, verfolgen‘ bedeutet, dem Wort jedoch auch andere Bedeutungen zugesprochen werden,
    3. somit teuflisch, diabolisch und satanisch keine Wesenheiten an sich sind, sondern den verfehlten Verhaltensweisen eines niederen Gemüt,
      1. daher niederer Gesinnung entsprechen und entspringen, dem Man das ‚Göttliche‘ auf hohem Gemüt und daher hoher Gesinnung entgegenstellt,
    4. aus dem hohem Gemüt heraus Man das jeweilige Gute erkennt, benennt und verwirklicht – Wer die Worte versteht, erkennt worum es sich eigentlich dreht und geht.
  34. Gut sind für Mich vor allem Daseinzustände, Ereignisse, Geschehen, Taten, Meinungen, Äußerungen und oder Verhaltensweisen die angemessen sind,
    1. somit etwas eigentlich zu Erwartendes, Wünschenswertes haben und aufweisen und ungut Jenes ist, dem es an Angemessenheit ermangelt,
    2. wobei das Ungute nach meinem Eindruck und Kenntnißstand meist auf Irrtümer und verfehlter Übereinstimmung in Bezug auf das jeweils Gute, ein Gut oder Gutheit an sich gründet.

Herzlichst und gehabt Euch Wohl im Bestreben nach dem guten Lebenswandel im Guten der Angemessenheit durch das Gute als Lebensspielweise,

Klaus Feldmann

Urheber, 23. Sept. 2022