lein
Erscheinungsbild
l + ein vermindernde Endsilbe wie -chen, entwickelt aus auf l auslautenden Suffixen (vgl. ahd. leffil, fogal u. a.) und dem Suffix ger. -īna-, ahd. -īn;
Es entsteht durch Übertragung von ahd. -ilīn auf Wörter, die ursprünglich kein l-Suffix besitzen (leffil-īn, leffilin wird Vorbild für hūs-ilīn, husilin). Das Suffix ahd. -ilīn, mhd. -elīn (kindelīn), nhd. -lein (mit Ausfall des unbetonten -e-,), mundartlich auch -eli, -li (schweiz.), -le (schwäb.), -el (omd.), -erl (bair., aus Bildungen auf -er entstanden: Fingerl) ist ursprünglich nur hd.; Heliand und Genesis kennen es nicht. Später verbreitet es im Gebrauch als „literaturfähige Modeform“.