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oder/Whk.

aus AufEinWort, der freien Forschung
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ahdt. oder (10. Jh.), odar (11. Jh.),

  • mhdt. oder
    • ist (wohl in Analogie zu den Formen von aber, weder)
    • umgebildet aus
      • ahdt. odo (8. Jh.), oda (9. Jh.) ‘oder, und’,
      • mhdt. ode, od, ‘oder, oder sonst, es sei denn’,
    • das seinerseits wohl
      • (mit einem auf überwiegend unbetonter Verwendung des Wortes im Satz beruhenden Lautwandel)
    • aus ahd. edo, eddo (8. Jh.) hervorgeht
      • (falls nicht bereits eine andere Grundform vorauszusetzen ist.

Dem ahd. eddo, edo,

  • entsprechen anord. eða ‘oder, aber, sonst’,
  • mit Doppelmittlaut
    • asächs. ettha, ettho,
    • aengl. oþþe, eþþa,
    • got. aíþþau,
    • mhdt. odder (15. Jh.)
  • deren erster Bestandteil selbständig in got. iþ ‘aber, wenn’ erhalten
    • und mit lat. et ‘und’, griech. éti (ἔτι) ‘überdies, ferner, noch’
      • auf uig. *eti ‘darüber hinaus, ferner, und, auch’ zurückzuführen ist;
  • zum ersten Teil s. etwas,
  • zum zweiten Teil s. doch.

Auf eine mitlaufende Bildung,

  • wahrscheinlich mit dem unter ob2 Bdw. behandelten Wort als erstem Bestandteil,
    • deuten
      • asächs. eftha, eftho, ofthe,
      • mnl. ofte, of, jof, nl. of,
      • afries. jeftha, jeft, jef, joftha, oftha, oft, of ‘oder’;
  • weniger einleuchtend ist es,
    • diese Formen mit den oben angegebenen unmittelbar zu verbinden
    • und eine Lautangleichung von fþ zu þþ anzunehmen.