fallen
falle,fällst,fällt,fiel,gefallen,gefallene,gefallenen,
fall + en | ‘sich nach unten bewegen (durch die eigene Schwere), stürzen, sinken, (im Kampf als Soldat) sterben’; (von einem Körper) durch seine Schwere (an sich, seiner Dichte) aus einer bestimmten Höhe abwärts-, in Richtung Boden bewegt werden; (im Wert, in der Höhe) geringer werden, sinken; in einen bestimmten (schlechten, nachteiligen, niederen) Zustand, Daseinszustand geraten;
¦↵¦ ahd. fallan ‘(herab)stürzen, zu Fall kommen, einstürzen, sinken, zuteil werden, umfallen, verfallen’ (8. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. vallen, asächs. fallan, aengl. feallan, fallan, engl. to fall, anord. schwed. falla.
Mit dem ehemals ein präsensbildendes n aufweisenden Verb (ll aus ln) sind höchstens vergleichbar armen. p‛ul ‘Einsturz’, p‛lamin ‘ich falle ein’ und (dehnstufig) lit. pùlti ‘fallen’, vielleicht (als Variante mit anlautendem s-) auch griech. sphállein (σφάλλειν) ‘zu Fall bringen, zugrunde richten, täuschen’, so daß von einer Wurzel uig. *phō̌l- bzw. *pō̌l- ‘fallen’ (d. h. ‘sich nach dem Gesetz der Schwerkraft abwärts bewegen’) ausgegangen werden kann.;