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zwecken

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1) in älterer sprache mit zwecken anheften, mit zwecken beschlagen:
(da waren) mortloͤcher und gruͦben gemacht
vil spitziger stickeln gesteckt,
boͤrst und scharffen zwecken gezweckt
M. Behaim reimchron. 247;
einen triangel recht dreieckt,
vom besten gold künstlich gezweckt
G. Rollenhagen froschmeuseler (1621) E e 8ᵇ;
der liesz ihnen die sieben buszpsalmen an die wand zwecken neben seinem todesbetlin Val. Herbergerherzpostilla (1613) 1, 622; die oren sollen auch an die staupseule gezweckt werden Chr. Weise Masaniello (1683) 343; die solen mit nägeln zwecken Kramer 2 (1702) 1495ᶜ. 2) auf etwas zielen, meistens intransitiv: dahin zwecken alle von doctor B. geführte argumente T. Wagner evang. censur (1640) 23; bald hat die natur so viele künstliche triebe in das thier gelegt, die alle auf seine beschützung und erhaltung zwecken J. G. Forsterausgew. kl. schr. (1781) 21; darauf zwecke die menschliche erziehung ab, und die göttliche reiche dahin nicht? Lessing 13, 433 L.-M.; die menschen sollten in ihren vorstellungen gebildet seyn, dahin zweckten die sophisten Hegel werke (1832) 14, 9. passen, auf das ganze abgestimmt sein: wie in werken der ewigen natur, bis aufs geringste zäserchen, alles gestalt und alles zweckend zum ganzen Göthe I 37, 147 W.; eine gewisse unbeholfenheit, die gar nicht zu meinen planen zweckt maler Müller w. (1811) 2, 47. bildlich:
ich bin das reine glasz, das noch kein staub befleckt,
das ziel, auff welches noch kein fremder pfeil gezweckt
H. A. v. Abschatz verm. ged. 3, 126.
selten transitiv:
... was zweckt die unendliche fehde
Bürger w. 1, 245 Bohtz.
Fundstelle

Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1938), Bd. XVI (1954), Sp. 965, Z. 7.