Dynamik
Erscheinungsbild
Dynamik f. Vorlage:agrie.-frz.-dt., Wrtdtng:wrtl. 'dynamisch', da eigtl. agrie. dynamikḗ téchnē 'dynamische Kunst', a.s. "Kraftmacht", 'Fähigkeit, Vermögen'.
Anm. KF: Wenn Dynamik die Kraftkunst ist, dann entspricht Kinetik der Bewegungskunst , keines geht allein un stehen gleichrangig zu Mechanik und Statik.
- ‘Lehre von der Bewegung der Körper durch Krafteinwirkung, Schwungkraft, innere Bewegung’,
- wohl entlehnt (2. Hälfte 18. Jh.) aus gleichbed. frz. dynamique,
- das seinerseits als Substantivierung des Adjektivs frz. dynamique,
- zuerst in der Fügung frz. science dynamique ‘Lehre von der Dynamik’ (Leibniz 1692), anzusehen ist.
- Zugrunde liegt griech. dynamikós (δυναμικός) ‘vermögend, wirkend, mächtig, stark’,
- Auf einer substantivierten Form des griech. Adjektivs
- beruht auch spätlat. dynamicē ‘Lehre von der Kraft’,
- gleichsam ein griech. dynamikḗ téchnē (δυναμικὴ τέχνη) voraussetzend.
- Doch dürfte das spätlat. Substantiv ohne Einfluß auf die dt. Entwicklung gewesen sein.
- von uig. *dewh₂-. "angemessen, passend"
- wohl entlehnt (2. Hälfte 18. Jh.) aus gleichbed. frz. dynamique,
Dynamik (von altgriechisch δύναμις dýnamis, „Kraft“) steht für:
- Dynamik (Physik), ein Teilgebiet der Mechanik
- Dynamik der Festkörper, sieheTechnische Mechanik #Dynamik
- Quotient aus höchstem und niedrigstem Wert einer physikalischen Größe, sieheDynamikumfang
- Dynamik (Musik), die Abstufungen verschiedener Tonstärken
- Systemeigenschaften #Dynamik, die Veränderlichkeit eines Systems
- Dynamik (Versicherung), die regelmäßige Erhöhung einer Versicherung