Signal
Erscheinungsbild
‘verabredetes Zeichen mit festgelegter Bedeutung, Verständigungsmittel, Warnzeichen, Startzeichen’, entlehnt (16. Jh.) unter Einfluß von gleichbed. frz. signal m., afrz. seignal m. aus spätlat. sīgnāle n. ‘(Merk)zeichen’, dem substantivierten Neutr. von lat. sīgnālis ‘bestimmt, ein Zeichen zu geben’ (zu lat. sīgnum ‘Zeichen’, s. Signum). Anfangs vorwiegend soldatensprachlich und seemannssprachlich.
Signal [1]
Bedeutungen:
- [1] etwas Wahrnehmbares, das eine bestimmte Bedeutung hat
- [2] Sachverhalt, der als Zeichen für etwas anderes gedeutet wird
- [3] Eisenbahn: Schild oder Leuchtanlage, das freie Fahrt, ein Haltegebot oder andere Sachverhalte anzeigt
Herkunft:
- im 17. Jahrhundert von französisch signal → fr entlehnt, dem lateinisch sīgnālis → la „bestimmt, ein Zeichen zu geben“ zu Grunde liegt, das als Stamm sīgnum → la „Zeichen“ enthält[1]
Synonyme:
- [3] Schild
Oberbegriffe:
- [1–3] Zeichen
Unterbegriffe:
- [1, 2] Warnsignal
- [1] Abfahrtssignal, Audiosignal, Ausgangssignal, Bildsignal, Eingangssignal, Entspannungssignal, Flaggensignal, Funksignal, Gravitationswellensignal, Halali, Hornsignal, Lichtsignal, Notsignal, Nutzsignal, Pfeifensignal, Pfeifsignal, Planetensignal (eines extrasolaren Planeten), Radiosignal, Rauchsignal, Startsignal, Störsignal, Taktsignal, Tonsignal, Trompetensignal, Verkehrssignal, Zugschlusssignal
- [2] Grenzsignal
- [3] Eisenbahnsignal, Haltesignal, Hauptsignal, Schutzsignal, Verschubsignal, Vorsignal, Zwischensignal
Beispiele:
- [1] In der Leichtathletik dient ein Schuss als Signal für den Start.
- [2] Für uns waren die Verhältnisse im Land das Signal zum Aufbruch.
- [3] Der Zug kann nicht weiterfahren, weil das Signal auf „Halt!“ steht.
- [3] „Kurz vor dem Bahnhof stoppt der Zug; die Signale an der Einfahrt stehen auf Rot.“[2]
Wortbildungen: