bersten
Erscheinungsbild
Berste-n Vorlage:dt. 'aufgrund von Gewalt, Last, Druck zerbrechen, zermalmen'
- bersten Vb. ‘mit Gewalt auseinanderbrechen, zerspringen’.
- Mnd. bersten, barsten, mnl. bersten, barsten, borsten,
- nl. barsten,
- aengl. berstan,
- engl. to burst,
- afries. bersta
- zeigen gegenüber
- ahd. (9. Jh.), asächs. brestan,
- mhd. bresten,
- anord. bresta,
- swed. brista
- und präfigiertem
- ahd. gibrestan (9. Jh.),
- mhd. gebresten ‘fehlen, mangeln’
- mit mhd.
- gebresten n. (13. Jh.),
- nhd. Gebresten n. ‘Gebrechen, Leiden, Krankheit’
- (substantiviertem Infinitiv des im Nhd. untergegangenen präfigierten Verbs)
- sowie den unter prasseln (s. d.) behandelten Formen r-Metathese.
- Soweit sich außergerm. Parallelen überhaupt heranziehen lassen
- Mitte des 15. Jhs. ist bersten im Westmd. nachzuweisen,
- vom Anfang des 16. Jhs. an wird es durch Luther im Hd. gebräuchlich.
- Die Bedeutung ‘mangeln, gebrechen’,
- die bei ahd. brestan und seinen Entsprechungen in unpersönlicher Konstruktion auftritt,
- hat sich in den Formen mit r-Metathese (wie bersten) nicht entwickelt.
- die bei ahd. brestan und seinen Entsprechungen in unpersönlicher Konstruktion auftritt,