Stammwort
Stamm-Wort, sl. Ez. Vorlage:dt., Wrtdtng:: 'Wort der einfachen Wortform entsprechend dem Wortlaut derselben Sprachstufe'
| —Wrtbldng | Wtwt. | [ˈʃtamvɔʁt] |
|---|---|---|
| —Wrtrt | Bng. | Stamm·wort
Stamm·wör·ter |
| —Wrtgttng | —Fchwrt | Linguistik |
| —Wrtfrmn | ||
| —Wrtgldrng | stam- -m wort | |
| —Snglr | —Plrl | |
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Grundwort einer Wortfamilie, mittels dem Ableitungen und Komposita gebildet werden
- Zum Stammwort „grün“ gibt es eine ganze Reihe von anderen Ausdrücken wie „grünen“, „(das) Grün“, „Grünanlage“, „(die) Grünen“, „Grünfink“, „grünlich“, „hellgrün“, „Straßenbegleitgrün“, die eine Wortfamilie bilden.
Synonyme:
Oberbegriffe:
- [1] Wort
Stammwort [1] , die ursprüngliche Bildung der einen Begriff bezeichnenden Laute zu einem Worte, vgl. Stamm 6).
Das Stammwort [2] , des -es, plur. die -wörter, dasjenige Wort, von welchem ein anderes herstammet. So ist roth das Stammwort von erröthen.
STAMMWORT [3] , n., von dem andere wörter abstammen: stammwort, radix, primitivum. [ Stieler] 2578; stammwort, voce,vocabulo radicale, primitivo, primigenio ò primo; radice, tema. [ Kramer] dict. 2 (1702), 905b. (gegensätzlich:) stamm- undabgeleitete wörter, vocabuli primitivi e derivati. ebenda; stammwort, vocabulum primigenium, primitivum, unde alia derivantur;radix. [ Frisch] 2, 317b; stammwort Adelung. der einsylbigen stammwörter allein hat Simon Stevin aus dem teutschen zusammengelesen bey die 2170. der teutschen sprach ehrenkrantz 217; dabey aber viele gute uhralte teutsche stammwörter, ob dieselbe schonin Oberdeutschland nicht bekant, sondern nur in Niederland und Niedersachsen von alters her und annoch üblich, nicht würdenkönnen ubergangen werden. [ Schottel] 159; diese stammwörter sind die grundseulen zu allen darauf erhöhten teutschensprachgebäuden. 1272; die echte ... teutsche stammwörter, welche meist alle einsilbiges lautes sein. ebenda; ursprünglichestammwörter. [ Gottsched] deutsche sprachkunst 174; von vielen worten war keine bestimmte bedeutung mehr zu geben, und ihreherleitung wurde nach verlornen stammwörtern auf muthmaszungen gegründet. [ Winckelmann] 6, 327; und dieses fornis ist dennwohl das stammwort, von unserm itzt üblichen firnisz oder vernisz. [ Lessing] 9, 482; es lag im wesen seiner (des Germanen) sprache,besonders kräftig den anlautenden buchstaben der stammwörter hervorzuheben. [ Freytag] 17, 206 (bilder 1).
Etymon, Grundwort
Dasjenige Wort in dessen Wortlaut, woraus ein oder mehrere Worte Einer Art entspringen, davon abgeleitet werden und dadurch eine Veränderung des Wortlaut und der Wortbedeutung erhalten.
Stammworte,Stammworten,Stammwörter
- ↑ Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 16. Altenburg 1863, S. 679. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010991948; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 679
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 283. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000448621; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 283
- ↑ „STAMMWORT, n.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=S40309>, abgerufen am 31.01.2024.