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hol

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Juni 2025 um 13:35 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „{{ahdt.-dt.}}“ durch „Sprachstufe::ahd.-deu.“).
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ho--l ahd.-deu. ursprgl. ‘(herbei)rufen’ bzw. ‘rufen beim gemeinschaftlichen Ziehen’, und oder 'herbeiziehen, heranziehen'

  • holen Vb.
    • ‘hingehen und etw. herbringen, herbeischaffen,
    • jmdn. veranlassen, bitten zu kommen’,
    • reflexiv ‘sich etw. Schlimmes zuziehen’,
      • ahd. halōn, (seltener) holōn (8. Jh.), holēn (9. Jh.),
      • mhd. hol(e)n, (seltener) haln ‘herbeirufen, herbeibringen, erreichen, erwerben und mit sich fortführen’,
      • asächs. halon ‘holen, ziehen, bringen’,
      • mnd. mnl. hālen,
      • nl. halen ‘holen, ziehen’,
      • aengl. geholian ‘bekommen, erhalten’.
    • Die Herkunft der (untereinander ablautenden) westgerm. Verbformen ist nicht sicher geklärt.
      • Man verbindet sie gewöhnlich mit
        • griech. kalé͞in, kaleîn (καλεῖν) ‘rufen, nennen, herbeirufen’,
        • lat. calāre ‘aus-, zusammenrufen’
      • und stellt sie in Sinne von ‘(herbei)rufen’ bzw. ‘rufen beim gemeinschaftlichen Ziehen’
        • zu der unter hell (s. d.) angegebenen Wurzel uig. *kel(ə)- ‘rufen, schreien, lärmen, klingen’ (s. auch Hall).
        • Oder man geht von einer Grundbedeutung ‘ziehen, mit Anstrengung herbeischaffen’ aus, vergleicht
          • griech. kálōs (κάλως) ‘Seil, Tau, Kabel’
            • (das Frisk 1, 770 allerdings als technisches Fremdwort fernhalten will)
          • und setzt eine Wurzel uig. *kal- ‘ziehen’ voraus; vgl. Mansion in: PBB 33 (1908) 547 ff.