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Bank

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bank ahd.-deu., ahd.-frz.-deu., Wrtdtng: 'langezogene Erhebung, auf der etwas zu sitzen gelangt, oder als Sitz genutzt wird'

Bank1 f. ‘Sitzmöbel für mehrere’,

  • WW
    • ahd. (9. Jh.),
    • mhd. mnl. banc,
    • asächs. mnd. nl. bank,
    • aengl. benc,
    • engl. bench,
    • anord. bekkr,
    • swed. bänk
  • führen auf germ. *bankiz.
  • Die Etymologie ist nicht sicher.
    • Vergleicht man
      • anord. bakki (-kk- aus -nk-) ‘Erhöhung, Hügel, Flußufer’
    • und die zu
      • germ. *baka(n)- ‘Rücken’ (s. Bache sowie Backbord, Backe2)
    • gehörige Wortgruppe (ohne inlautenden Nasal),
    • so läßt sich über die Vorstellung ‘Rundes, Gewölbtes’ für germ. *bankiz‘ gebogene, gerundete Erdaufschüttung zum Sitzen’,
      • später ‘gerundeter, aus Holz gemachter Sitz’ (z. B. auf dem Thingplatz)
    • annehmen.
    • Aber auch Verbindung zu
      • aind. bhanákti ‘biegt, bricht’, bhaṅgáḥ ‘Biegung, Bruch’
      • und Anschluß an die Wurzel ie. *bheg-, *bheng- ‘schlagen, brechen’
      • ist denkbar;
    • *bankiz wäre dann ursprünglich die zum Sitzen flach geschlagene, geebnete Erde. S. auch Bank2.
    • In bildlichen Wendungen:
      • auf die lange Bank schieben ‘verzögern’, anfänglich Gerichtsakten in die langen Truhen (den Aufbewahrungsort) bringen (15. Jh.);
      • durch die Bank ‘allesamt’ (wie sie nebeneinander sitzen).

Bank2 f. ‘Geschäft für Geldverkehr’,

  • in seiner Herkunft identisch mit Bank1 (s. d.), das früh in die roman. Sprachen eindringt.
  • Ital. banco m. (Nebenform banca f.),
    • anfangs (wie mhd. wehselbanc) der Tisch der Geldwechsler,
    • wird im 15. Jh. rückentlehnt, wobei die ital. Lautung Bancho, Ban(c)ko lange beibehalten wird.
  • Nach frz. banque f. begegnen im 18. Jh. Pluralformen wie Banques, Banquen,
    • unter deren Einfluß bei Anlehnung an Bank1 sich die heutige Form und das feminine Genus durchsetzen.
    • Auf frz. Vorbild beruht auch die Verwendung von Bank als ‘Spielbank’ im Glücksspiel.