halt
Erscheinungsbild
- halt Adv. ‘eben, wohl, schon, nun einmal’,
- ahd. (um 800), mhd. halt ‘mehr, vielmehr’, besonders bekräftigend ‘eben, freilich’, auch (mit Komparativendung)
- mhd. halter,
- asächs. hald,
- anord. heldr ‘vielmehr, eher’,
- swed. heller,
- got. haldis ‘mehr’.
- halt ist endungsloser Adverbialkomparativ (ähnlich baß, s. d.) zum Positiv ahd. halto Adv. ‘bald, schnell, rasch’ (um 900).
- Die Herkunft ist nicht geklärt.
- Vielleicht zu einem Adjektiv ahd. hald ‘schräg, geneigt’ (s. Halde)?
- Die Ausgangsbedeutung ‘mehr’ begegnet mhd. nur noch vereinzelt;
- halt wird bekräftigend und begründend (‘eben, ja, freilich’)
- und im Nhd. vielfach einschränkend im Sinne eines Resignierens, Sichfügens (da kann man halt nichts machen) verwendet.
- Über das südd. Verbreitungsgebiet hinaus begegnet halt in jüngerer Zeit auch bei md. und nordd. Autoren.