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Affix

aus AufEinWort, der freien Forschung
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af- + fix | „angeheftet“ wörtl. "hinzu-fest"

von lat. affixus, Partizip Perfekt Passiv zu lat. affīgēre (entspricht lat. ad- + lat. figere); vergleiche affigieren

Bedeutungen:

[1] Linguistik, Einheiten: ein grammatisches Morphem (= Wortteil), das nicht allein für sich als Lexem/Wort vorkommt, sondern nur in Kombination mit einem anderen Morphem, das den Wortstamm bildet. Das Affix kann vor, nach, in dem oder um den Wortstamm stehen.

Sinnverwandte Wörter:

[1] Affixoid/Halbaffix, Zusatzsilbe

Gegenwörter:

[1] Lexem

Oberbegriffe:

[1] Morphem, gebundenes Morphem

Unterbegriffe:

[1] Infix, Interfix, Präfix, Suffix, Zirkumfix/Circumfix
[1] Derivationsaffix, Flexionsaffix

Beispiele:

[1] Synthetische Sprachen drücken syntaktische Verhältnisse im Satz zumindest teilweise durch Affixe aus. Häufige Affixe im Deutschen sind die Präfixe „be-“, „ver-“, die Suffixe „-ling“, „-ung“ und das Zirkumfix „ge- + -e“ (zum Beispiel in „Ge-red-e“).
[1] Affixe werden in der Flexion und in der Wortbildung verwendet.
[1] Konfixe sind keine Affixe.
[1] „Einige Affixe treten nur an sehr wenige Basen, unterliegen starken Selektionsbeschränkungen.“[2]
[1] „Vertreter der zweiten Position nehmen ein Wurzellexikon an, in dem einzelne Morpheme, das heißt Wortstämme und Affixe, sowie Wortbildungsregeln gespeichert sind.“[3]
[1] „Das mag für die Übernahme von Einheiten wie Affixen (morphologisch) und Lauten (phonologisch) gelten.“[4]
[1] „Offenbar sind manche Affixe enger als andere mit dem freien Morphem verbunden.“[5]