Rahm
Erscheinungsbild
Rahm m. ahd.-deu. ‘Sahne’
- Die Herkunft des Wortes ist ungeklärt.
- Die westgerm. Bezeichnung für den fettreichen, sich an der Oberfläche absetzenden Teil der Milch
- ahd. roum (11. Jh.),
- mhd. (milch)roum,
- frühnhd. raum, (mit mundartlichem ā) milchram (15. Jh.),
- mnd. rōm(e),
- mnl. room, rōme,
- nl. room,
- aengl. rēam,
- engl. (mundartlich) ream
- (germ. *rauma-)
- steht im Ablaut zu gleichbed.
- anord. rjūmi (nur in dem Beinamen rjūma-rauðr),
- isl. rjómi,
- norw. rømme,
- schwed. (mundartlich) råm, römme
- (germ. *reuma-).
- Nhd. Rahm (vorwiegend südd. und nordwestd.; zu den verschiedenen landschaftlichen Formen s. Sahne) entstammt obd. Mundarten.
- Der Versuch, awest. raoγna- ‘Butter’ und pers. rouġan ‘Öl, Butter, Fett’ heranzuziehen, stößt auf lautliche Schwierigkeiten.
- Vergleicht man hingegen aengl. rēoma, rēama ‘dünne Haut’, so ist, ausgehend von einer Bedeutung ‘abgerissene, abgeschöpfte Haut’,
- Anschluß an die Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə- ‘aufreißen, graben, aufwühlen, ausreißen, raffen’
- (wozu auch 1Riemen, raufen, roden, s. d.) möglich.
- Anschluß an die Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə- ‘aufreißen, graben, aufwühlen, ausreißen, raffen’
- Oder gehört Rahm (wie Strom, s. d.) zu ie. *(s)reu- ‘fließen’, Erweiterung der Wurzel ie.*ser(ə)- ‘strömen, sich rasch und heftig bewegen’?
- Die westgerm. Bezeichnung für den fettreichen, sich an der Oberfläche absetzenden Teil der Milch