ehern
eh + -ern Adj. ‘aus Erz, eisern, hart, fest’.
an sich ‘brennen, leuchten, glänzender Stoff (Metall)’
"ehernen Grundsätzen " entspricht "eisernen Grundsätzen" für "unbeugbar fest": ein eherner Grundsatz, Wille | eherne (unumstößliche) Gesetze.
Das westgerm. Adj. ahd. (um 800), asächs. mhd. ērīn, mnd. ēren, mnl. erijn, aengl. ǣren ist von germ. *ajaz, dem im Nhd. ausgestorbenen Subst. für ‘Erz, Metall’ abgeleitet, das (wie seine ie. Verwandten) entsprechend dem gegebenen kulturellen Entwicklungsstand auch für ‘Kupfer, Messing’ oder ‘Eisen’ steht; ahd. (9. Jh.), asächs. ēr, mhd. mnd. ēr(e), mnl. eer, aengl. ār, engl. ore, anord. eir, got. aiz gehören mit aind. áyaḥ, awest. ayah- ‘Metall, Eisen’, lat. aes (Genitiv aeris) ‘Erz, Kupfer, Bronze’, davon lat. aēnus, aēneus ‘ehern, bronzen’, zu einem s-Stamm ie. *ai̯es-, *ai̯os- ‘Metall’, wahrscheinlich ‘Kupfer, Bronze’, ostie. auch ‘Eisen’, ursprünglich, wenn auf eine Wurzel ie. *ā̌i- ‘brennen, leuchten’ rückführbar, vgl. griech. á͞ithos (αἶθος) ‘Brand’, ahd. eit ‘Feuer(stätte), (glühender) Scheiterhaufen’, vielleicht ‘das brandfarbige Metall’ bedeutend. Die nhd. Form ehern (Luther) anstelle von frühnhd. ehrn richtet sich nach Vorbildern wie kupfern, hölzern (s. d.).