Symbolik und Mythologie der Schlange
angelegt 13.10.2021
Auszug Wikipedia deutsch zu Schlange
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Der Buchstabe S steht sowohl wegen seiner Form als auch wegen des Zischlautes als Symbol für die Schlange.
Ägypten

Im vordynastischen Ägypten wurde die Schlangengöttin Wadjet angebetet. Ihr Symbol war der Uräus. Des Weiteren kannten die Alten Ägypter Mehen, einen Schlangengott, der nachts den Sonnengott Re bei seiner Nachtfahrt durch die Unterwelt schützend umgab. Seit dem Mittleren Reich ist auch der Glaube an den Gott Apophis belegt. Der als riesige Schlange dargestellte Gott war die Verkörperung von Auflösung, Finsternis und Chaos und zugleich der große Widersacher des Sonnengottes Re.
Naher Osten
Im Vorderen Orient, in der Levante, im Bereich des Goldenen Halbmondes, in der Mykenischen Kultur[26] und vielen anderen Kulturräumen Westasiens besaßen Schlangenkulte in Epipaläolithikum und Jungsteinzeit große Bedeutung. Jede Gottheit stand in Verbindung mit Schlangendarstellungen besonders auf Reliefs und Keramiken.[27][28][29][30]
Bibel
Nach allgemeiner Ansicht ist die Schlange in der Bibel weitestgehend ein Sinnbild des Teufels. In der Geschichte vom Paradies (1. Buch Mose 3) des Alten Testaments[31] ist die Schlange Sinnbild der Versuchung und Verführung zum Bösen; sie weckt Zweifel an Gottes Güte und verführt Eva, vom „Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen“ zu essen. Martin Luther übersetzt das hebräische Wort da’atmit ‚Erkenntnis‘ im Sinne von „Allwissenheit“: der Mensch will sein wie Gott und macht sich zum Herrn über „Gutes und Böses“, das heißt über alles. In einigen gnostizistischen Sekten wurden Eva und die Schlange für das den Menschen zur Verfügung gestellte Wissen verehrt (wobei sie dort manchmal auch als männlicher Begleiter Evas, Ophion, dargestellt wurde).

Als das Volk Israel durch die Wüste wandert, wird es von Schlangen geplagt (4. Buch Mose 21); Mose soll eine Eherne Schlange aufrichten, und jeder, der zu ihr aufschaut, soll bewahrt bleiben. Hier erscheint die Schlange (wie für die Christen das Kreuz) als Heilszeichen. In 2. Buch der Könige 18,4 wird berichtet, dass diese eherne Schlange, als „Nehuschtan“ bezeichnet, bis in die Zeit des Königs Hiskiaaufbewahrt wurde; weil sie aber kultisch verehrt wurde, wurde sie durch Hiskia zerschlagen.
Auch wenn Jesus seinen Jüngern empfiehlt: „Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!“ (Matthäus 10,16), bleibt im Buch der Offenbarung des Johannes die Schlange dennoch eindeutig ein Bild des Bösen: „Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist.“ (Offenbarung des Johannes 20,2).
Indien
Im indischen Volksglauben wird die Schlangengöttin Manasa verehrt, die die Menschen vor Giftschlangen schützt. In den indischen Schöpfungsmythen gibt es den Schlangenkönig Ananta-Shesha, der zwischen zwei Weltzeitaltern auf dem Grund des Urozeans ruht. Unter dem Namen Vasuki hilft derselbe Schlangenkönig, den Milchozean zu quirlen, um den Unsterblichkeitstrank zu erhalten. Die giftige Schlange Kaliya wird von Krishna besiegt, der auf ihren abgeschlagenen Köpfen tanzend Flöte spielt. Anlässlich dieses Sieges wird Krishna alljährlich mehrere Tage lang gefeiert. Dabei werden für die Schlangen, die als Symbol für Lebensenergie gelten, an den Tempeln Milch- und Reisopfergaben dargebracht und die Schlangenbeschwörer, die auf ihrer Pungi blasen, erhalten Almosen.
China
In China galt die Schlange als Symbol für Schlauheit, Bosheit und Hinterlist. Sie zählt zu den fünf Gifttieren. Sie findet sich als 6. Zeichen 蛇, shé in den zwölf Erdzweigen.
Antikes Griechenland

Im antiken Griechenland galt die Schlange als heilig.[32] Da sie sich durch die regelmäßige Häutung in den Augen der Menschen unendlich oft erneuern konnte, hielt man sie für unsterblich. Dieser aus der menschlichen Sicht ständige Akt der Verjüngung und die Tatsache, dass den Schlangen Heilkräfte zugesagt wurden, machten die Schlange schließlich zum Symbol für den Stand der Mediziner. Bis heute hat sie sich im Zeichen des Äskulapstabes gehalten, den man auch, stark vereinfacht, heute in einigen Apothekenzeichen wiederfindet. Ebenso wurde der Schlange Hellsichtigkeit nachgesagt, weshalb sie eines der Tiere der Göttin Gaia war. Laut Hesiod war Gaia Pelope einer der vielen Namen der Erdgöttin Gaia. Im Orakel von Delphi taten Schlangenpriesterinnen (Pythea) ihren Dienst. Nicht nur in der jüdisch-christlichen Tradition gab es einen von einer Schlange bewachten Baum: In der altgriechischen Vorstellung stand im Garten der Hesperiden der lebensspendende Apfelbaum, der der Göttin Hera von Gaia geschenkt worden war und von der Schlange Ladon bewacht wurde.
Italien
In Italien war der Stamm der Marser bekannt als Schlangenverehrer und Schlangenzähmer. Bereits vor 3000 Jahren wurde von ihnen Angitia, die Göttin der Schlangen und der Gifte, verehrt. Noch heute findet in dem kleinen Ort Cocullo in den Abruzzen Anfang Mai eine Schlangenprozession („la festa dei serpari“) zu Ehren des Dominikus von Sora statt. Zahlreiche lebendige Schlangen umwinden hierbei die hölzerne Figur des Heiligen.[33]
Nördliches Europa
In der germanischen Mythologie spielt die Midgardschlange, die die Welt umspannt, zugleich aber das Göttergeschlecht der Asen bedroht, eine wichtige Rolle.
In der heidnischen Religion der Balten spielten Schlangen ebenso wie Kröten eine erhebliche Rolle. Jede Familie schätzte sich glücklich, wenn sich eine Ringelnatter an der Feuerstelle, im Badehaus oder unter der Handmühleniederließ. Man fütterte sie wie ein Haustier mit Eiern und Milch und beobachtete gewissenhaft, ob sie das Futter auch annahm. Für Litauen sind Schlangenbeschwörer, Zaltones (zu lit. žaltys »Ringelnatter«), überliefert.
Nord- und Mittelamerika
Bei den nordamerikanischen Indianern spielen die Klapperschlangen (Crotalus) eine bedeutende Rolle in Mythos, Sage, Religion und Volkskunst. Manche Stämme fürchteten sie als Unheilsbringer, viele Stämme töteten keine Klapperschlangen. Man glaubte, die Anzahl der Ringe an der Schwanzrassel zeige die Anzahl der getöteten Opfer an. Die Hopi-Indianer betrachten die Klapperschlangen als Götterboten und benützen sie zu einem Regenbeschwörungsritual, der am besten bekannten indianischen Zeremonie des Schlangentanzes. Bei den Cahuilla durfte kein Gebissener einer schwangeren Frau nahekommen, eine gebissene Schwangere gebar angeblich ein Kind mit einer (selbstverständlich unsichtbaren) Schlangenhaut. Die Schwanzrasseln wurden häufig als Amuletteverwendet, mit dem Gift der Klapperschlangen wurden Pfeilspitzen imprägniert.
In einigen Kulturen Mittelamerikas ist der Ouroboros heute eine lebendige Gottheit. Das archetypische Motiv Ouroboros wird häufig mit ein oder zwei sich in den Schwanz beißenden Schlangen dargestellt und symbolisiert die Unendlichkeit.
Australien
Die Regenbogenschlange verkörpert in den Mythen der australischen Aborigines den Ur-Zustand der Natur im Zustand der Traumzeit und herrscht über ihre gleichermaßen lebensspendenden und verschlingenden Aspekte, insbesondere behütet sie das Wasser.
Auszug Wikipedia englisch zu Schlange
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Symbolism



In Egyptian history, the snake occupies a primary role with the Nile cobra adorning the crown of the pharaoh in ancient times. It was worshipped as one of the gods and was also used for sinister purposes: murder of an adversary and ritual suicide (Cleopatra).[citation needed]The ouroboros was a well-known ancient Egyptiansymbol of a serpent swallowing its own tail.[118] The precursor to the ouroboros was the "Many-Faced",[118] a serpent with five heads, who, according to the Amduat, the oldest surviving Book of the Afterlife, was said to coil around the corpse of the sun god Ra protectively.[118]The earliest surviving depiction of a "true" ouroboros comes from the gilded shrines in the tomb of Tutankhamun.[118] In the early centuries AD, the ouroboros was adopted as a symbol by Gnostic Christians[118] and chapter 136 of the Pistis Sophia, an early Gnostic text, describes "a great dragon whose tail is in its mouth".[118] In medieval alchemy, the ouroboros became a typical western dragon with wings, legs, and a tail.[118]
In the Bible, King Nahash of Ammon, whose name means "Snake", is depicted very negatively, as a particularly cruel and despicable enemy of the ancient Hebrews.
The ancient Greeks used the Gorgoneion, a depiction of a hideous face with serpents for hair, as an apotropaic symbol to ward off evil.[119] In a Greek myth described by Pseudo-Apollodorus in his Bibliotheca, Medusa was a Gorgon with serpents for hair whose gaze turned all those who looked at her to stone and was slain by the hero Perseus.[120][121][122] In the Roman poet Ovid's Metamorphoses, Medusa is said to have once been a beautiful priestess of Athena, whom Athena turned into a serpent-haired monster after she was raped by the god Poseidon in Athena's temple.[123] In another myth referenced by the Boeotian poet Hesiod and described in detail by Pseudo-Apollodorus, the hero Heracles is said to have slain the Lernaean Hydra,[124][125] a multiple-headed serpent which dwelt in the swamps of Lerna.[124][125]
The legendary account of the foundation of Thebes mentioned a monster snake guarding the spring from which the new settlement was to draw its water. In fighting and killing the snake, the companions of the founder Cadmus all perished – leading to the term "Cadmean victory" (i.e. a victory involving one's own ruin).[citation needed]
Three medical symbols involving snakes that are still used today are Bowl of Hygieia, symbolizing pharmacy, and the Caduceus and Rod of Asclepius, which are symbols denoting medicine in general.[53]
One of the etymologies proposed for the common female first name Linda is that it might derive from Old German Lindi or Linda, meaning a serpent.
India is often called the land of snakes and is steeped in tradition regarding snakes.[126] Snakes are worshipped as gods even today with many women pouring milk on snake pits (despite snakes' aversion for milk).[126] The cobra is seen on the neck of Shiva and Vishnu is depicted often as sleeping on a seven-headed snake or within the coils of a serpent.[127] There are also several temples in India solely for cobras sometimes called Nagraj (King of Snakes) and it is believed that snakes are symbols of fertility. There is a Hindu festival called Nag Panchami each year on which day snakes are venerated and prayed to. See also Nāga.[citation needed]
In India there is another mythology about snakes. Commonly known in Hindi as "Ichchhadhari" snakes. Such snakes can take the form of any living creature, but prefer human form. These mythical snakes possess a valuable gem called "Mani", which is more brilliant than diamond. There are many stories in India about greedy people trying to possess this gem and ending up getting killed.[citation needed]
The snake is one of the 12 celestial animals of Chinese zodiac, in the Chinese calendar.[128]
Many ancient Peruvian cultures worshipped nature.[129] They emphasized animals and often depicted snakes in their art.[130]
Religion
Snakes are used in Hinduism as a part of ritual worship.[131] In the annual Nag Panchami festival, participants worship either live cobras or images of Nāgas. Lord Shiva is depicted in most images with a snake coiled around his neck.[132] Puranic literature includes various stories associated with snakes, for example Shesha is said to hold all the planets of the Universe on his hoods and to constantly sing the glories of Vishnu from all his mouths. Other notable snakes in Hinduism are Vasuki, Takshaka, Karkotaka, and Pingala. The term Nāga is used to refer to entities that take the form of large snakes in Hinduism and Buddhism.[citation needed]

Snakes have been widely revered in many cultures, such as in ancient Greece where the serpent was seen as a healer.[133] Asclepius carried a serpent wound around his wand, a symbol seen today on many ambulances.[134] In Judaism, the snake of brass is also a symbol of healing, of one's life being saved from imminent death.[135]
In religious terms, the snake and jaguar were arguably the most important animals in ancient Mesoamerica.[136] "In states of ecstasy, lords dance a serpent dance; great descending snakes adorn and support buildings from Chichen Itza to Tenochtitlan, and the Nahuatl word coatl meaning serpent or twin, forms part of primary deities such as Mixcoatl, Quetzalcoatl, and Coatlicue."[137] In the Maya and Aztec calendars, the fifth day of the week was known as Snake Day.
In some parts of Christianity, the redemptive work of Jesus Christ is compared to saving one's life through beholding the Nehushtan (serpent of brass).[138] Snake handlers use snakes as an integral part of church worship, to demonstrate their faith in divine protection. However, more commonly in Christianity, the serpent has been depicted as a representative of evil and sly plotting, as seen in the description in Genesis of a snake tempting Eve in the Garden of Eden.[139] Saint Patrick is purported to have expelled all snakes from Ireland while converting the country to Christianity in the 5th century, thus explaining the absence of snakes there.[140]
In Christianity and Judaism, the snake makes its infamous appearance in the first book of the Bible when a serpent appears before Adam and Eve and tempts them with the forbidden fruit from the Tree of Knowledge.[139] The snake returns in the Book of Exodus when Moses turns his staff into a snake as a sign of God's power, and later when he makes the Nehushtan, a bronze snake on a pole that when looked at cured the people of bites from the snakes that plagued them in the desert. The serpent makes its final appearance symbolizing Satan in the Book of Revelation: "And he laid hold on the dragon the old serpent, which is the devil and Satan, and bound him for a thousand years."[141]
In Neo-Paganism and Wicca, the snake is seen as a symbol of wisdom and knowledge.[citation needed]
Medicine

Several compounds from snake venoms are being researched as potential treatments or preventatives for pain, cancers, arthritis, stroke, heart disease, hemophilia, and hypertension, and to control bleeding (e.g. during surgery).[143][144][145]

