Zum Inhalt springen

Homonym

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Dezember 2023 um 16:52 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „homo- + -nym Bedeutungen: : [1] ''Linguistik:'' Wort, das mit einem anderen gleich lautet, aber eine andere Bedeutung und – je nach Definition – zumeist auch eine andere Herkunft hat Herkunft: : im 19. Jahrhundert von lateinisch ''homonymus <sup>→ la</sup>'' entlehnt, das auf griechisch ''ὁμώνυμος (homōnymos<sup>☆</sup>) <sup>→ grc</sup>''‚gleichnamig‘ zurückgeht; dieses zusammengesetzt aus ''ὁμός (homos<sup>☆</…“). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

homo- + -nym

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Wort, das mit einem anderen gleich lautet, aber eine andere Bedeutung und – je nach Definition – zumeist auch eine andere Herkunft hat

Herkunft:

im 19. Jahrhundert von lateinisch homonymus → la entlehnt, das auf griechisch ὁμώνυμος (homōnymos☆) → grc‚gleichnamig‘ zurückgeht; dieses zusammengesetzt aus ὁμός (homos☆) → grc ‚gleich‘ und ὄνομα (onoma☆) → grc bzw. dessen Nebenform ὄνυμα (onyma☆) → grc‚Name‘

Gegenwörter:

[1] Polysem, Synonym

Beispiele:

[1] Die Wortform „Kiel“ (Teil einer Vogelfeder oder Teil eines Schiffes) steht für zwei Homonyme, das heißt für zwei Wörter, da beide Bedeutungen nichts miteinander zu tun haben.
[1] „schlingen“ in der Bedeutung ‚(ineinander)winden, verflechten, verknüpfen‘ und „schlingen“ in der Bedeutung ‚schlucken, gierig und schnell essen‘ sind Homonyme, da zum einen ihre Bedeutungen weit auseinanderliegen und zum andern das erstgenannte Wort auf althochdeutsch slingan, mittelhochdeutsch slingen,das zweite jedoch auf althochdeutsch slintan, mittelhochdeutsch slindenzurückgeht.
[1] „Ausgangspunkt des Witzes in Sachsen sind zunächst Homonyme, die durch den mundartlichen Zusammenfall schriftsprachlich getrennter Formen entstehen.“
[1] „Allerdings könnten auch die schon zu DDR-Zeiten üblich gewesenen Gegenlosungen, die ja mit Homonymen spielen, bereits als Sprachspiele betrachtet werden.“
[1] „Besonders kniffelig wird es bei Homonymen, die zwar das gleiche grammatische Geschlecht haben, aber eine unterschiedliche Pluralbildung.“

Wortbildungen:

homonym, Homonymie, Homonymunterscheidung, homonymisch

Homonym WKPD