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Schlucht

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Schlucht | f. ursprüngl. Schluft, von schlüpfen abgeleitet; Schlupf und Schacht wurde zu Schlucht;

‘enges, tiefes Tal, steil abfallender Bergeinschnitt’, seit dem 16. Jh. mit nd. Lautstand (cht für ft, s. Gerücht, Nichte, sacht) in der hd. Literatursprache neben hd. Schluft, mhd. sluft ‘das Schlüpfen, Schlucht’.

Abstraktbildung zu schliefen, mhd. sliefen, ahd. sliofan ‘gleiten, schlüpfen’ (s. schlüpfen). 

Schlucht setzt sich im 18. Jh. als allgemein gültige Form durch; doch versuchen einzelne Schriftsteller des 19. Jhs. (Tieck, Uhland,Rückert, Droste-Hülshoff), Schluft wiederzubeleben.