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Donau

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Die Donau ist mit einer mittleren Wasserführung von rund 6855 m³/s[3] und einer Gesamtlänge von 2857 Kilometern[1] nach der Wolga der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa. Der Strom entwässert weite Teile Mittel- und Südosteuropas. Er durchfließt bzw. berührt dabei zehn Länder (Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien und die Ukraine) – so viele wie kein anderer Fluss auf der Erde.

Die Donau hat, wie die meisten Flüsse im deutschen Sprachraum, einen weiblichen Namen. Im Mittelhochdeutschen wurde sie diu Tuonowe (frühneuhochdeutsch Tonaw, Donaw) genannt. Das Grundwort -ouwe (‚Flussaue, -landschaft‘) ihres althochdeutsch zusammengesetzten Namens kann zum weiblichen Geschlecht von heute beigetragen haben.

Alle modernen Namen des Flusses – darunter rumänisch Dunărea, bulgarisch, serbisch und kroatischDunav, slowenisch Donava, ungarisch Duna, türkisch Tuna sowie slowakisch, russisch, polnisch, tschechisch, und ukrainisch Dunaj – leiten sich zunächst vom Namen Dānuvius der Römerzeit (mit gleichnamigem Flussgott) ab, gehen aber auf ältere Wurzeln zurück. Donau ist wie auch die Flussnamen Dnepr, Dnister, Donez und Don möglicherweise iranischen oder keltischen Ursprungs. Die Namen könnten ebenso von den iranischsprachigen Skythen und Sarmaten wie auch von den KeltenOsteuropas herrühren. Eine genaue sprachliche Zuordnung ist schwierig, da beide Volksstämme bis an den Don und die Donau vordrangen, weiters sowohl das Keltische als auch das Iranische indogermanische Sprachen sind und daher das Wort „Fluss“ im Altiranischen (vgl. avestisch dānu, ossetisch don) und Keltischen (vgl. walisischDonwy) auf dieselbe indogermanische Wurzel *dʰenh₂- ‚fließen‘ zurückgeht. In der keltischen Sprachfamilie soll dies auf die Göttin Danu (auch Danann) zurückgehen.[4]

Danu ist eine Gottheit in der keltischen MythologieIrlands. Die Herkunft des Namens „Danu“ kann von zwei verschiedenen Wesenheiten abgeleitet werden, von der altirischen Muttergöttin Anu (der altirische Name mit einem davor gesetzten „d“)[1] oder von der Sagengestalt Danann, einer Tochter des Volkes der Túatha Dé Danann, die mehrmals im Lebor Gabála Érenn („Das Buch der Landnahmen Irlands“) erwähnt wird. Der Name Danu selbst taucht in der altirischen Mythologie als solcher niemals auf, wird aber aus den tradierten Begriffen Túatha Dé Danann („Die Stämme der Göttin Danu“) und Tri Dée Dána („Die drei Götter von Dána“) abgeleitet.