Zum Inhalt springen

Werk:Umgang mit Sprache

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. Oktober 2023 um 17:45 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" |'''Zum Inhaltsverzeichnis:''' |Schriftenheft 7 Wundersame Sprache |- |'''zur Vorfolgeausgabe:''' |Wortbedeutung, Wortherkunft und deren Wandel |- |'''Schriftstück Ausgabe:''' |20201016S4A2020110305 |- |'''zur Nachfolgeausgabe:''' |Grundannahmen über Sprache |} === '''(1) Das Geheimnis der Sprache''' === Manche Sprachwissenschaftler stehen heute den Bedeutungswandel und Sprachwandel offenbar recht gelassen gegenüber, wie ich es al…“). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zum Inhaltsverzeichnis: Schriftenheft 7 Wundersame Sprache
zur Vorfolgeausgabe: Wortbedeutung, Wortherkunft und deren Wandel
Schriftstück Ausgabe: 20201016S4A2020110305
zur Nachfolgeausgabe: Grundannahmen über Sprache

(1) Das Geheimnis der Sprache

Manche Sprachwissenschaftler stehen heute den Bedeutungswandel und Sprachwandel offenbar recht gelassen gegenüber, wie ich es als Eindruck aus einer Anzahl von Vorlesungen bekannter Professoren der Sprachwissenschaften gewann, während Sprachreinheitsbefürworter sehr darunter leiden, dass sich ihre jeweilige Muttersprache nicht in ihrer ursprünglichen Ausgestalt erhält, wobei dabei meist vergessen wird, dass die ursprüngliche Ausgestalt einer Muttersprache oder Sprache an sich weder bekannt ist noch rein auf der Basis stringenter Schlüsse ermittelt werden kann, wie es die in den Sprachwissenschaften entsprechend ihrer entwickelten Verfahren zum Wideraufbau der Indogermanischen Sprache oder andere Sprachen erfolgt und versucht wird, diese wiederzuerlangen und wiederzubeleben. Das Geheimnis der Sprache wird sich wohl nicht allein aus alten Schriften, sondern wohl eher anhand des jeweils eigenen inneren Wörterbuchs entdecken lassen, somit trägt jeder Mensch dieses Geheimnis mit sich herum, ohne sich dessen bewusst zu werden.

(1.1) Vielzahl der unterschiedlichen Auslegungen alter Schriften und Sprachen

Augur mit Krummstab, Abbildung aus dem Nordisk familjebok. (Quelle Wikipedia Augur)

Tatsächlich wäre eine vorbildliche Sprache diejenige, die heute noch so gesprochen und geschrieben wird, wie es vor tausenden von Jahren der Fall gewesen ist und sie sich lediglich erweitert hätte, wie dies entsprechend zum Beispiel in Bezug auf dentechnologischen Fortschritt hin notwendig ist. Wäre dies der Fall, so könnten wir uns alte Schrift hernehmen und sie direkt lesem und verstehen, während wir heute offenbar Gelehrte brauchen, die uns sagen was damals gemeint gewesen sei und sie oft nichts anderes zu tun scheinen als Schriften zu deuten wie ein Augur durch Vogelschau den Götterwillen erahnen wollten, wie es an der Vielzahl der unterschiedlichen Auslegungen alter Schriften und Sprachen belegbar ist, wir somit auch über den Umweg der Gelehrten an sich nicht erfahren werden, was damals wirklich gedacht wurde.

(1.2) Ein Man ein Wort – Das gebrochene Wort

Das gebrochene Wort In allen Zeitaltern war mit Sprache die Gesinnung des jeweiligen Sprechers eng verbunden, die er durch seine Schriften zum Ausdruck brachte. Im Grunde setzt man voraus oder erwünscht sich, dass jemand genau das meint was er sagt, das wirklich ist was er sagt und dass er sich an dem Gesagten auch hält, sich danach ausrichtet, tun wird was er versprach – nach dem Motto “Ein Mann ein Wort!“ und zur Kräftigung des Wortes galt und gilt vielerorts auch heute noch der Handschlag als Bestätigung des Wortes und gültigen Vertragsabschluss.

Als man noch weitesgehend ohne Schrift und Schule auskam oder auskommen musste, da sich Kleriker und Adel sich das Vorrecht der Schrift lange Zeit an sich hielten und Analphabetentum herrschte und die Menschen maßgebend ihren Handel auf der Basis von Versprechen trieben, hatte man nur die Möglichkeit sich auf das gesprochene Wort und Siegel und der Gesinnung des jeweils anderen einzulassen und die Ehre eines Menschen danach bemessen, wie er seinem eigenen Wort treu blieb. Das gebrochene Wort bringt das gesamte schriftliche Vertragswesen hervor, das heute existiert, wie auch das über die Jahrtausende entstandene Rechtswesen nur vorhanden ist, weil die Worttreue nicht gegeben ist, sich Menschen zum einen oft nicht einmal daran erinnern können, was sie wenige Minuten zuvor gesagt haben und zum anderen ihr Sprechen mit ihrem Dasein nicht übereinstimmt.

(1.3) Weltweite Täuschung mittels Sprache in Schrift und Wort

Sprache ist von Menschen das häufigste verwendete Hilfsmittel andere Menschen zu täuschen und der Mensch täuscht sich schon selbst darin, wenn er glaubt dass er seine eigene Sprache wirklich versteht. Die weltweite Verhetzung, Verführung, Fehlleitung usw. mittels Sprache in Wort und Schrift zur Täuschung der Bevölkerungen betrieben wird ist so umfassend, dass man sich dies in all seiner Wirkabfolgen kaum vorstellen kann. Sie ist so umfassend, dass man mehr Aufwand treiben müsste, als die Kriminalpolizei es aktuell tut und würden die Täter ermittelt, wäre auch der aktuelle Papst nicht mehr sicher, der in päpstlicher Tradition Worte nach eigenem Dünken zu biegen und zu beugen, wie zum Beispiel das gesamte Papsttum auf der Grundlage der Fälschung eines Schriftstücks beruht, welches die konstantinische Schenkung genannt wird, wobei dieser päpstliche sicherlich geheiligte Betrug mehrfach bewiesen wurde und mindestens seit 1440 als solcher bekannt ist.

(2) Unkenntnis über Bedeutungen und Wirkweisen der Worte und Begriff

Täuschung durch Sprache in Wort und Schrift wird besonders im Bereich des Handels der Wissenschaften und der Politik und zu allen Zeiten in durch Kirchenorganisation der jeweiligen Religionen betrieben. Kein Mensch kann sich davon ausnehmen nicht zumindest versucht zu haben Sprache, Sprechen wie Schrift verändert zu haben, um bestimmte Motive durchzusetzen oder Ziele zu erreichen. Dies fällt den jeweiligen Personen und Organisationen umso leichter, je größer die Unkenntnis über die wirklichen Bedeutungen und Wirkweisen der Worte und Begriff beim jeweiligen Empfänger sind.

(2.1) Druch Frage und Antwort Denken und Handeln rechtfertigen

Ein häufig und leicht erkennbares Beispiel sind hierfür die offiziellen Nachrichten, wenn man die Muttersprache eines anderen Landes beherrscht und man zuhört was der Sprecher in der eigenen Sprache übersetzt. Schon mit einer verfälschten Übersetzung wird Politik betrieben und die Masse getäuscht. Dabei ist es nicht nur oft so, dass falsch übersetzt wird, sondern gezielt Dinge weggelassen werden, die jemand gesagt hat, nur spezielle Ausschnitte genommen werden, so dass nur das übermittelt wird, das man bevor eine Befragung (Interview) stattfand bereits für sich als günstige Antworten bestimmt hat. Man sucht auf diese Weise das zu bekommen, wodurch man sein eigenes Denken und Handeln rechtfertigen kann. Besonders in Streitgesprächen, kann man dies als Beobachter in seinem Umfeld sehr leicht und sehr oft beobachten – somit wenden auch die Nächsten gegenüber ihren Nächsten ähnliche täuschende Vorgehensweisen vorsätzlich an.

(2.2) Einfluss von Empfindungen und Gefühle auf das Sprachvermögen

Wie oft hört man Leute sagen „du hast dieses und jenes gesagt“ und der andere streitet dies ab und gib zum Besten was er vermeintlich gesagt haben will, oder was er nun gesagt haben will, um nicht zuzugeben dass der andere im Recht steht, es oft jedoch auch gar nicht weiß, dass er dies gesagt hat, was er nun vorgibt gesagt zu haben. Je emotionaler ein Mensch ist, umso mehr verändert sich seine Wahrnehmung und dies wirkt sich beachtlich auf das aus, was und wie er spricht und wie er sich daran erinnern kann, was er wirklich gesprochen hat, wie auch das, was der andere wirklich sprach, da ein tiefer gefühlserregter Zustand die Fähigkeit des Vernehmens, wie auch zur Wirklichkeit zu stehen stark einschränkt und diese Umstände durch den gefühlsmäßig erregten Zustand erwirkt werden und wie dies erfolgt, wird im Verlauf dieser Ausarbeitung ebenfalls behandelt werden. Empfindungen und Gefühle haben eine hohen Einfluss auf das Sprachvermögen, Erinnerungsvermögen und vieles mehr.

(3) Der Zweck von Vernehmensvermittlung

Ein Mensch mit hoher Gesinnung wird im Umgang mit Sprache sich so verhalten, dass er sich nach dem richtet was der andere zum Ausdruck bringen will und im Zweifel in der fragt was er wirklich zum Ausdruck bringen wollte. Was jemand zum Ausdruck bringen will ist im Grunde das, was er auf irgendeine Weise zuvor vernommen hat oder gegenwärtig vernimmt. Aus dem was man vernommen hat oder vernimmt ermittelt und vermittelt man das, was man daraus versteht. Was jemand vernommen hat steht oft im Unterschied zu dem, was jemand verstanden hat, oder weicht auf Grund von Deutung davon ab.

Somit würde jemand mit hohem Bewusstsein den anderen so durch Fragen führen, wie auch bei Bedarf durch Wiedergeben dessen was er vernommen und/oder verstandenhat, damit letztendlich der Zweck von Vernehmensvermittlung (Kommunikation) durch Sprache in Ausgestalt von Sprechen oder Schrift erfüllt wird – Verstehen und Übereinstimmung. Daher sollte man in sehr gefühlsmäßig und empfindsam geladenen Zuständen die Aussagen nicht wortwörtlich, wie auch nicht persönlich nehmen, da sie dem Ausmaß der angeregten Unvernunft entspringen, bei wiedererlangter Gelassenheit für ihn die Welt wieder ihre Farbenpracht entfaltet.

  • Anmerkung: In Bezug auf den Begriff Kommunikation sollte man wissen, dass die direkte naheliegende wortwörtliche und sinngemäße Übersetzung im Grunde „Gemeindetum“ ist und Kommunikation somit von seiner Wortbedeutung und in unserem Sprachgebrauch bestehenden Begriffsbedeutung weit auseinanderliegen und durch den Begriff nicht vermittelt wird, was damit gemeint ist. Kommune entspricht wortgemäß und sinngemäß die Gemeinde.
    • Aus dem im Sprachgebrauch eines Begriff sollte das hervorgehen, was mit ihm bezeichnet wird und daher wäre für Kommunikation als Ersatzwort Wahrnehmungsvermittlung geeigneter für und als Zweck der Kommunikation, wie auch wahrnehmungsvermitteln für kommunizieren, bis sich ein besserer Begriff findet läßt, der so nah wie möglich an seiner wortwörtlichen sinngemäßen liegt und in dessen Bedeutung weitestgehende Übereinstimmung erlangt.Ich werde dies jedoch später nochmals analysieren müssen, da mein Gefühl sagt, dass mit den Begriffen Kommunikation und kommunizieren religös-politische Bedeutungsinhalte verbunden sind. (siehe Schriftstück Kommunikation entspricht Gemeindetum)
    • In dieser Weise gehe ich im Rahmen der Überarbeitung meiner Schriften in Bezug auf Lehnwörter und Fremdwörter zur angemessenen Anpassung an meine Muttersprache vor, soweit dies mir möglich und mir für den Leser, Hörer und auch mir selbst nützlich erscheint.

Klaus Feldmann

Urheber Nachfolgeschrift:

Grundannahmen über Sprache