Merkmal
merk + mal | zu merken und Mal;
¦∅¦ ein aufgrund von bemessen, einschätzen angebrachte Marke, angebrachtes oder erkennbares Mal, welche man sich gut merken kann oder um von anderen bemerkt zu werden;
¦⊕¦ etwas, daß man anderen zeigt oder verdeutlicht, erhellen, damit sie es bemerken und sich merken und sich danach richten; Das Mal in Merkmal ist von der Wortherkunft an sich dunkel, hebt sich vom Helleren ab, wie ein Muttermal auf der Hat. Ein Mal war ebenso ein dunkles Kennzeichen, daß man aufbrachte, Erdfarbe wie rot oder braun, die man sich auf die Haut anbrachte. Durch das Christentum erlangte das Wort Mal die Bedeutung Teufelsmal und böse oder schlecht zu sein. Ein Merkmal müsste demnach als Kennzeichen dunkel sein. In dem nun verwendeten Sinn ist ein Merkmal eine kennzeichnende Eigenschaft, Eigenheit, Besonderheit oder ähnlich, die bei nicht bemerken erst Schlechtes oder Nachteile bewirken oder erwirken würde und den Menschen nicht sogleich bewußt wird, es daher für ihr Bewußtsein "im Dunklen liegt" und daher erhellt, verdeutlicht werden muß um bemerkt, gemerkt und beachtet zu werden.
¦⊗¦ ‘Kennzeichen’ (17. Jh.).
¦√¦ merken, Marke uig. *morǵ- “Ecke, Grenze”; ‘durch Zeichen markierte Grenze, Grenzzeichen’; Ausgangsbedeutung ist anzusetzen ‘mit einem Zeichen versehen’, woraus ‘das Gekennzeichnete wahrnehmen und beachten’
¦√¦ Mal1 uig. *meh₁- (“messen”); uie. *mē- ‘etw. abstecken, messen, abmessen’; Grundbedeutung ‘etw. Abgestecktes, Abgemessenes’ bzw. ‘Gefäß zum Abmessen, Maß’;
¦√¦ Mal2 uie. *mel(ə)-, besonders ‘von dunklem, unreinem Farbton, Schmutz, beschmutzen’;