Physik
phys- + -ik | Wissenschaft von der Struktur und den Bewegungsgesetzen der unbelebten Materie, mhd. fisike, physike ‘Naturkunde, Heilkunde’, frühnhd. Physic, Phisic ‘Naturkunde, innere Medizin’ (16. Jh.), auch in lat. Form Physica (15. bis 18. Jh.), entlehnt (ins Mhd.durch Vermittlung von afrz. fisique ‘Arzneikunde, Naturkunde’?) aus lat. physica, griech. physikḗ téchnē ‘Erforschung der Natur, des Wesens der Dinge’, Hptwbg. Fem. Egsw. grie. physikós ‘natürlich, von der Natur hervorgebracht’, dem grie. phýsis ‘Natur, natürliche Beschaffenheit’ (s. Physis) zugrunde liegt.
Naturwissenschaft, die grundlegende Phänomene der Natur untersucht.
Lateinisch physica „Naturkunde“, aus dem Altgriechischen φυσική phusikḗ, weiblicher Singular von φυσικός phusikós, „natürlich; physisch“), aus dem Altgriechischen φύσις (phúsis, „Ursprung; Natur, Eigentum“), aus dem Altertum Griechisch φύω (phúō, „produzieren; tragen; wachsen“), letztendlich von Proto-Indo-Europäisch *bʰuH- („erscheinen, werden, aufstehen“).
Die Begriffe Physikalität, Natürlichkeit und Materialität sind an sich unterschiedliche Gesichtspunkte auf das dasselbe Dasein, welche zu unterschiedlichen Ansichten über das Dasein führen. Als Physikalität bezieht es sich mehr auf das hervorgebrachte Dasein als Ganzes, jedoch weniger auf das belebte Dasein, mehr auf das physikalisch-technologische und als Natürlichkeit auf das Dasein als Genzes, jedoch mehr darauf, dies als solches zu belassen, sich der Natur zu fügen und in ihr als Mensch einzufügen und mit ihr im Einklang zu leben und als Materialismus wieder auf das Dasein als Ganzes, jedoch mehr darauf das natürlich „Gegebene, Geborene“ auszuschöpfen, auszunutzen, zu gebrauchen und zu verwerten, zumindest entspricht dies, der weit verbreitetend Einstellungen der Menschen, die in dem einen oder anderen mehr oder weniger stark aufgrund ihrer Einstellungen behaftet sind. Physik, Natur, Materie sind also sich ähnliche, jedoch nicht gleiche Begriffe und auf Indisch gibt es auf dem ersten Blick etwa 10 Einzelbegriffe in Bezug auf Natur als unterschiedliche Gesichtspunkte, die wir nur als Wortewort (Wort aus zwei oder mehreren Wörtern als Begriff gebildet) darlegen können. Ein meistgenutzte indischer Naturbegriff ist Prakriti oder Prakruti, Sanskrit prakṛti und aht die gelhrte Begriffbedeutung „ursprüngliche, natürliche Form und Daseinszustand von Dasein, ursprüngliche oder primäre Substanz“ und ist ein Schlüsselkonzept im Hinduismus, welches in der Sāṅkhya-Schule gelehrt wird, wo es sich nicht auf Materie oder Natur allein bezieht, sondern auch „alle kognitiven, moralischen, psychologischen, emotionalen, sensorischen und physischen Aspekte der Realität umfasst“, wobei „Prakṛtis kognitive, mentale, psychologische und sensorische Aktivitäten." Der Begriff findet sich auch in den Schriftstücken anderer indischer Religionen wie Vedanta, Jainismus, Buddhismus und anderen Lehren über die „Schöpfung“, was die eigentliche grundlegende Bedeutung von Prakriti ist, wenn man sich des Grundwort Prakriti versichert, pra- „zuvor, hervor“ gelich bis ähnlich wie lat. pre-, prä- und kriti „getun, gemacht“ und dem Wortlaut nach „wie geschaffen/erledigt“, daher die „Natur“ bedeutet. In den philosophischen Schriften von Sāṅkhya und Yoga wird Prakriti dem Purusha gegenübergestellt. Purusha „Man, Mensch“ im Rigveda und späteren indischen Schriftstücken, von urindogermanisch *perh₃- „erzeugen, zeugen“. Der Mensch besteht bspw. nach dem Atharvaveda aus fünf Teilen oder nach dem Aitareya Brāhmaṇa aus sechs Teilen, oder aus sechzehn oder aus zwanzig oder aus einundzwanzig oder aus vierundzwanzig oder aus fünfundzwanzig, alle mehr oder weniger fantasievolle Aufzählungenn als wahrhaftige Konzepte dargelegt, die sich Gelehrte ausdachten. Der Mensch ist das erste der Tiere, aber auch im Wesentlichen ein Paśu „Tier“. Aus dem kann man schlusfolgern, das das yogische System Vasudev’s auf der Grundlage hinduistischer gelehrter Literatur beruht und nur eines von vielen Konzepten ist – wir brauchen kein Konzept, sondern ein arbeitsfähiges Modell über den Mensch an sich.