tot
tot | ; ‘gestorben, nicht mehr am Leben, öde, unbelebt, leer’, ahd. (8. Jh.), mhd. tōt,
asächs. dōd, mnd. dōt, mnl.doot, nl. dood, aengl. dēad, engl. dead, anord. dauðr, schwed. död, got. dauþs, ger. *dauda-
beruht auf einer Partizipialbildung mit to-Suffix (s. auch alt, kalt) und gehört im Sinne von ‘gestorben’ zu einem im Nhd. untergegangenen Tw. für ‘sterben’,
belegt in ahd. touwen (9. Jh.), tewen (10. Jh.), mhd. töuwen, touwen, asächs.dōian, mnl. doyen, douwen, (stark flektierend) anord. deyja und (ablautend) got. *diwan (Part. Prät. diwanō).
Zieht man aslaw. daviti ‘würgen, erwürgen’, russ. davít’ (давить) ‘drücken, pressen, würgen’ und air. duine, kymr. dyn ‘Mensch’ (‘Sterblicher’) sowie (unsicher) lat. fūnus ‘Leichenbegängnis, Bestattung’ (aus *dheu̯(e)nos ‘auf den Tod bezügliche Erweisung’?) heran,
so kann von einer Ww. uig. *dheu- ‘hinschwinden, bewußtlos werden, sterben’ ausgegangen werden.