Licht
licht |bezeichnet zunächst Helligkeit und Glanz, die von einem Gegenstand ausstrahlen, dann auch die ‘brennende, Licht gebende Kerze’ (15. Jh.).
Das mit Zahnlautendung gebildete Eigenschaftswort gehört mit leuchten und Lohe1sind mit Licht ahd. (8. Jh.), asächs. lioht, mhd. lieht, mnd. licht, lecht, mnl. licht, lecht, liecht, lucht, nl. licht, aengl. lēoht, engl. light ist eine Hauptwortbildung des oben genannten Eigenschaftswort licht, oder eine got. liuhaþ ‘Licht’ entsprechende Bildung mit Zahnlautendung zur Wortwurzel.
Ebenso zum Wortstamm gehören grie. leukós (λευκός) ‘leuchtend, glänzend, weiß’ (s. leuko-, Levkoje), lýchnos ‘Leuchte, Lampe’, lat. (mit einlautischem ū aus uig. eu bzw. ou) lūx (Wesfall lūcis) ‘Licht’, lūcēre ‘hell sein, leuchten, strahlen, glänzen’, lūcus ‘Hain’, eigentlich ‘Waldlichtung, Lichtung’, lūmen ‘Licht, Leuchte’ (s. illuminieren), lūna ‘Mond’, eigentlich ‘die Leuchtende’, lūstrāre ‘hell machen, beleuchten’, auch ‘reinigen, weihen’ (s. ↗illuster, illustrieren), (mit ungeklärtem u) lucerna ‘Leuchte, Lampe’ (s. Luzerne), air. lōchet ‘Blitz’, lit. laũkas ‘mit einem weißen Fleck auf der Stirn, Feld, Acker, Land (Lichtung)’, aslaw. luča, russ. luč ‘Strahl’, sowie aind. rṓcatē ‘leuchtet, scheint, glänzt’, rōcaná- ‘hell, licht’, rōcíṣ- ‘Licht, Glanz’, die zur Worturzel uig. *leuk- ‘leuchten, licht’. Licht n. ‘Helligkeit, heller Schein, Tageslicht, Beleuchtung, Kerze’, gebildet sind.