Zum Inhalt springen

wenig

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Dezember 2023 um 09:12 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<p>wen + ig | Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’, Gegenwort von ''viel''.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>‘geringe Menge oder Anzahl, nicht viel’, ahd. ''wēnag'' ‘beklagenswert, unglücklich, elend, schwach, klein’ (9. Jh.), mhd. ''wēnec'', ''wēnic'', ''weinic'' ‘weinend, klagend, erbarmenswert, unglücklich, klein, gering, schwach’, mnd. ''wēnich…“). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

wen + ig | Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’, Gegenwort von viel.

‘geringe Menge oder Anzahl, nicht viel’, ahd. wēnag ‘beklagenswert, unglücklich, elend, schwach, klein’ (9. Jh.), mhd. wēnec, wēnic, weinic ‘weinend, klagend, erbarmenswert, unglücklich, klein, gering, schwach’, mnd. wēnich, weinich ‘klein’, 

mnl. weinich, wēnich, nl. weinig ‘wenig, gering’, got. wainahs ‘geplagt, elend’, germ. *wainaga-, mit der Endung ger. -aha- bzw. -aga- und n-Infix (wie das unter weinen, s. d., behandelte Tw.) abgeleitet von der unter weh angeführten Interjektion (ger.*wai, uig. *u̯ai ‘wehe’).

Die Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’ (dichterisch noch bei Goethe) geht über in ‘schwach, klein’; von daher entwickelt sich (bereits im Mhd.) wenig zum Gegenwort von viel.

wenige,wenigen,wenigem,weniger,weniges,