Pythagoräer
Pythagoräer |
Als Pythagoreer (auch Pythagoräer, altgriechisch Πυθαγόρειοι Pythagóreioi oder Πυθαγορικοί Pythagorikoí) bezeichnet man im engeren Sinne die Angehörigen einer religiös-philosophischen, auch politisch aktiven Schule, die Pythagoras von Samos in den zwanziger Jahren des 6. Jahrhunderts v. Chr. in Süditalien gründete und die nach seinem Tod noch einige Jahrzehnte fortbestand. Im weiteren Sinn sind damit alle gemeint, die seither Ideen des Pythagoras oder ihm zugeschriebene Ideen aufgegriffen und zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Weltbildes gemacht haben.
Von lat. Pȳthagoricus, von agrie. Πυθαγορικός (Puthagorikós), von Πυθαγόρας (Puthagóras, “Pythagoras”).
Aristippus erklärte seinen Namen, indem er sagte: „Er sprach (-agor-) die Wahrheit nicht weniger als der Pythianer (Pyth-)“, und bezog sich damit auf Πυθία (Puthía, „apollonisches Orakel von Delphi“) und ἀγορεύω (agoreúō, „öffentlich auf der Agora sprechen“).