ganz
gan + z | ‘heil, unversehrt, vollständig, gesamt’, Ustw. ‘vollkommen, sehr, ziemlich’. Ahd.(8. Jh.), mhd. ganz ‘unverletzt, heil, gesund, vollständig’ ist ein ursprünglich nur hd. Wort, das sich nach Norden hin ausbreitet, vgl. mnd. gans, ganz, mnl. nl. gans (woraus dän. ganske, schwed. ganska). Herkunft nicht sicher geklärt.
Wenn man aind. āhanā́ḥ ‘schwellend, strotzend’, ghanáḥ ‘kompakt, fest, hart, dicht’, grie. euthené͞in ‘gedeihen, fruchtbar sein’, lit. ganà ‘genug’, ganė́ti, aslaw. goněti ‘genügen, hinreichen, zufrieden sein’ heranzieht (vgl. auch den der dt. Bildungsweise nahestehenden Komparativ alit. gandžiaus ‘im Gegenteil, vielmehr, lieber’), so ist Anschluß an uig.*gu̯hen-, *gu̯hon- ‘schwellen, strotzen, üppig, reichlich’, uig. gant “vollständig, gesund” annehmbar;
uig. *gʷʰen- "aufblühen, satt sein, anschwellen, im Überfluss". Verwandt mit lit. ganėti "genügen", sanskr. ghaná, "kompakt, fest, dicht", pers. āganj, “vollständig, gefüllt”, oers. āgandan, “auffüllen”.
gänz,ganze,ganzen,ganzem,ganzer,ganzes,