Arbeiter
arbeit + er | m. ‘wer körperlich oder geistig tätig ist’, mhd. arbeiter, arbeitman ‘Tagelöhner, Handwerker’.
Seit dem 19. Jh. vorwiegend Bezeichnung für den abhängigen (da ohne Anteil an den Produktionsmitteln) Arbeitnehmer, der für seine Arbeitskraft entlohnt wird.
Bei Marxund Engels wird Arbeiter seit 1860, Proletarier (s. d.) zurückdrängend, zum bevorzugten Terminus für den Angehörigen der Arbeiterklasse. Sie bezeichnen damit den ausgebeuteten Lohnarbeiter unter kapitalistischen Verhältnissen als auch den von Ausbeutung befreiten und der herrschenden Arbeiterklasse angehörenden Werktätigen nach der sozialistischen Revolution. Wohl unter Einfluß von engl. those who live by wages, wie A. Smith die Klasse der den Reichtum der Gesellschaft vermehrenden Arbeiter nennt, entstehen im Dt. die KompositaLohnarbeitsleute (1776) und später Lohnarbeiter (1796), das in dt. ökonomischen Schriften seit den 20er Jahren des 19. Jhs. geläufig wird.