Dein Erlöser
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Wundersame Kommunikation
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann
Schriftstück
3. Februar 2021 n. Chr. erst.
Ausgabe 01
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Hoffnung erwirkt Erwartung
- Viele Menschen hoffen auf ihren oder den Erlöser. Hoffnung versetzt einen in den Zustand der Erwartung, daß jemand anderes als man selbst etwas tun würde, daß den eigenen Daseinzustand, den eines anderen, allen und oder der Natur verbessert.
- Erwartung, Er-wart-ung – in Erwartung steckt warten – wer wartet? Mit der Hoffnung beginnt unmittelbar das Warten! Das „Er“ in Erwartung, das bist Du ab dem Moment, wo du begonnen hast zu hoffen. In der deutschen Sprache steht ein „er-“ am Anfang eines Wortes dafür, daß die dem „er-“ folgende Eigenschaft im Wort von demjenigen oder das ausgeht, dem diese Eigenschaft zugesprochen wird, oder diese Eigenschaft zu bewirken ist, wie in „Erwartung“ das „er-“ anzeigt, daß jemand warten sollte oder wartet.
- Erwartung beinhaltet von seiner vererbten Wortwurzel her die Bedeutungen warten, wachen und schützen mit ein und um dies tun zu können, muß man seine Aufmerksamkeit auf das richten, über daß zu wachen und zu schützen ist, auf das man wartet.
- Somit bindet Erwartung anteilig Aufmerksamkeit an das, was man erwartet und nimmt sie entsprechend anteilig von dem weg, daß ist. Das „er“ ist selbst eine Eigenschaft und wird zum „Er“ der diese Eigenschaft aussendet und dieses „Er“ wirst Du in dem Moment, in dem Du beginnst zu hoffen und dann wird die Eigenschaft des Wartens zu Deinem Erscheinungsbild und zu deinem Verhalten.
- Hoffnung ist das Kleid der Erwartung, daß man sich selbst mit jeder weiteren Hoffnung und mit der jeweiligen Stärke der Hoffnung bindet man entsprechend auch anteilig seine Aufmerksamkeit an dem Erhofften und es ist die freie Aufmerksamkeit die für das erkennen der Möglichkeiten im Dasein benötigt wird. So zeichnen sich diejenigen in Hoffnung dadurch aus, daß sie zum einen warten und zum anderen die Möglichkeiten nicht sehen, die ihr Warten beenden würden und daher auch nicht nutzen.
Das doppelte „er“ des Erlöser
- An Wortenden von Erwartung steht das „-er“ als Hinweis für den Ursprung der Eigenschaft, die vor dem „-er“ steht, daß diese Eigenschaft von demjenigen oder von dem ausgeht, der oder das vor dem „-er“ als Ursprung genannt wird und dem eine Eigenschaft zu eigen ist, wie zum Beispiel in Löser das „-er“ im Wort anzeigt, daß demjenigen auf dem das Wort gerichtet ist, die Eigenschaft des Lösen und damit auch die Macht zu lösen zugewiesen, oder ihm zu eigen ist.
- Die Wortbildung „Erlöser“ bringt mit seinem „er“ sowohl am Wortanfang, wie auch am Wortende eine doppelte Eigenschaft und Ursprung zum Ausdruck. Zum einen zeigt es am Wortanfang den Ursprung an, von wem die Eigenschaft des Lösen ausgeht und zum anderen, daß dieser als Ursprung etwas zu leisten vermag, daß etwas wirklich löst. Daher ist der Begriff Erlöser so bedeutungsvoll für uns.
- Er wird es nicht nur lösen, was es zu lösen gibt, sondern auch noch haben und anwenden, daß es lösen wird. So vereint sich im Erlöser alles Dasein, daß zur Lösung benötigt wird, daß er alles mitbringt und es selbst tun wird, so daß derjenige, der einen Erlöser erhofft, zur Lösung selbst nichts beizutragen, es nur anzunehmen und zuzulassen braucht. Mit diesem Vermögen bedacht, ist solch ein Erlöser zugleich allmächtig, da ihm auch zugedacht wird, sich jeglicher Widerstände zu erwehren und sie zu überwinden zu vermögen.
- Jede Religion spricht von und hat irgendeine Personifizierung eines allmächtigen Erlösers, seit Anbeginn ihrer Entstehung, predigt ihn und schürt darin Hoffnung, daß er zugleich allgegenwärtig sei und meist verkünden sie bereits seit Anbeginn, daß er eines Tages in Erscheinung treten würde, doch glänzt er seither nicht durch Abwesenheit? Wenn er einem Menschen je erschien, dann doch lediglich als Offenbarung, als Erscheinung die nur er oder wenige wahrnehmen konnten und was tat er dann? Er sagte seinen Jüngern, Ungläubigen oder Gläubigen was sie tun sollten und sandte sie aus es zu tun und sie taten es, soweit sie es tun konnten.
- So bestand die einzige Tat eines Erlösers, über die seit seiner Ersterscheinung berichtet wird darin, anderen zu sagen, was sie tun sollten, doch selbst tat er nichts? Seither und mit jedem Mal predigen deren Geistliche und Guru Hoffnung auf den Erlöser und ihre Gläubigen folgen ihnen, beten, führen Rituale aus und so weiter und wer tut nun wirklich etwas in Bezug auf die zu lösenden Problemstellungen?
Die Bestimmung der Verantwortung
- Hoffnung ist ein Gemüt, ein Gemütszustand, die als eine dauerhafte Emotion von einem selbst ins Dasein gebracht wird, die man in Übereinstimmung gebracht man selbst auszusenden beginnt und sich in seinem gesamten Denken und Verhalten zum Ausdruck bringt. Freude ist ein Gemüt, weit höher und frei von Erwartung da eingetroffen ist, was man sich erwünscht, geleistet hat, oder einfach, weil man keinen Mangel verspürt.
- Hoffnung ist ein Gemüt, welches sich einstellt, nachdem man erkannt hat, daß man selbst nicht mehr in der Lage sei einen Mangel zu beheben, daß einem die Mittel und Einflußnahme in Bezug auf die Veränderung eines Daseinzustandes nicht aus eigener Anstrengung heraus möglich sei. Freude ist der natürliche Daseinzustand des Menschen.
- Hoffnung ist ein Zustand der eigenen Handlungsunfähigkeit und man hat zum einen das „er“ für die Eigenschaft der Ursache und zum anderen das „er“ für das Mittel jemand anderem zugewiesen als sich selbst. Unweigerlich denkt man im Moment des Erkennen seines Versagens, seiner Mittellosigkeit oder seines Mangel an Einfluß in Bezug auf ein Dasein an jemanden, der einem das bescheren möge, das man selbst zu leisten nicht in der Lage zu sein scheint.
- Dieser jemand wird im Moment der Hoffnung zum Erlöser. Zugleich überträgt sich mit dem Wandel der Hoffnung zur Erwartung die Verantwortung für das jeweilige Dasein von einem selbst auf den Erlöser und fortan findet man sich selbst im Zustand der Verantwortungslosigkeit wieder.
Bestimmung des Sein
- Wenn für einen der Erlöser eine tatsächliche Sache, Person oder Gruppe ist, so steht man solange in dessen oder deren Abhängigkeit, bis diese etwas tun und mit ihrem Tun Erfolg haben.
- Eine Sache kann keine Verantwortung übernehmen oder tragen und wird daher von sich ausgehend nichts für einen tun. Eine Gruppe kann dies auch nicht, da eine Gruppe ein geistiges Gebilde ist, daß sich durch Übereinstimmung in Bezug auf etwas bildet und selbst kein Dasein im Dasein hat, sondern nur deren Mitglieder im Dasein sind.
- Im Bund einer Gruppe neigt eine Person dazu, seine Verantwortung einer Führungsperson zu übertragen, die dann vermeintlich die Verantwortung trägt und oder jedes Gruppenmitglied diese für sich behält und es aus sich selbst heraus tut, was es zu tun gibt.
- Nur Menschen als Individuen sind in der Lage Verantwortung zu tragen. Sie tragen sie an sich nicht, da Verantwortung eine Fähigkeit und damit ein Vermögen ist.
- Ein Individuum zeichnet sich dadurch aus, daß es unteilbar ist, in-divid-uum, „un-teil-ung, un-teilig-sein“, nicht teilbar und daher kann der Mensch eine Fähigkeit oder ein Vermögen nicht teilen, daß ihm von Natur aus zu eigen ist, weder Verantwortung abgeben, noch übertragen.
- Der Mensch muß erst in den niederen Zustand einer Person gebracht werden, in dem er Übereinstimmungen annimmt und durch diese zu Einstellungen in Bezug auf sich selbst, anderen und oder der Natur gelangt. In dem Grad, in dem ein Mensch seine Verantwortung mindert, wird er auch zur Person und verläßt auch im entsprechenden Ausmaß den Daseinzustand ein Mensch zu sein.
- Die ursprüngliche Bedeutung des Begriff Person ist im zweiten Anteil am Wort nicht eindeutig. Der erste Anteil lateinisch „per“ entspricht weitestgehend der Bedeutung er-, für, von, durch, anstatt und kann auch je Wort als „pro-„ geschrieben stehen.
- Der erste Anteil per- oder pro- zusammen mit dem zweiten Anteil -son soll griechisch prósōpon für “Maske, Charakter, Schauspieler” stehen, zugleich bei den Etruskern als φersu (persu) für „menschliche Figur, welche mit einer Maske erscheint, eine Maske trägt“.
- Die weitere Auslegung von Person lautet personō, per- “durch” und sonō “Geräusch, Ton, Widerhall”. Eine Person ist rein von dieser Wortbedeutung her eine menschliche Figur, die eine Maske trägt, somit vorgibt jemand anders zu sein, als sie ist, ein Schauspieler, der einen Charakter vorspielt, den er selbst nicht hat.
- Er spielt die Rolle im Theaterstück und durch dem Loch seiner Maske in Mundhöhe ertönen die Töne, Geräusche und Klänge, die seinem angenommenen Charakter entsprechen, mit dem er zu sein und zu spielen zuvor übereingestimmt hat.
- In diesem Sinne beschreibt im Grunde der Begriff Person, den wir für unser Dasein als Mensch in der Gesellschaft angenommen haben, sehr deutlich das, was mit dem Menschen nicht stimmt – er spielt als Person auch noch vor Mensch zu sein.
- Ein Mensch kann alles sein und werden, daß seinem natürlichen Vermögen in seiner vielfältigen Bandbreite angelegt ist und mit dem sie dann als Person seiend übereinstimmt zu sein und werden zu können und wird entsprechend in der jeweiligen Gesellschaft gemäß seiner Stellung in ihr zu einer Persönlichkeit.
- So glänzt die Person und besonders die Person als Persönlichkeit durch Abwesenheit von Verantwortung, da sie ihr Dasein und ihre Stellung aus dem Dasein der Gesellschaft heraus bezieht.
- Sich selbst kann der Mensch nur werden und sein, wenn er diese Maske ablegt, die aus all seinen Übereinstimmung besteht, die zu Einstellungen gegenüber dem Dasein wurden.
- Wir haben die Sachen, die Gruppe und nun auch noch die Personen als Träger ohne Verantwortung und Ursprung und so zeigt sich auch das Ausmaß der weltweiten Verantwortungslosigkeit der Menschen und der Menschheit gegenüber sich selbst, anderen und der Natur. Bleibt uns daher nur der Erlöser?
- Wenn für einen der Erlöser eine tatsächliche Sache, Person oder Gruppe ist, so steht man solange in dessen oder deren Abhängigkeit, bis diese etwas tun und mit ihrem Tun Erfolg haben.
Bestimmung des Erlöser
- Der jeweilige Erlöser der jeweiligen Religionen glänzt seit derem jeweiligen Entstehen durch Abwesenheit und wenn er sich Mal einem Menschen, deren Erzählungen nach gemäß einer Person oder einer Gruppe gezeigt hatte, dann nur so, daß er ihnen sagte, was zu tun sei und sie es selbst vollbringen mußten.
- Dieser Erlöser kann im Grunde nicht mehr in solchen Momenten vollbracht haben, als jene dazu zu bringen, ihre Masken abzunehmen, oder er erschien ihnen in dem Moment, als sie selbst ihre Maske abnahmen. Als sie jedoch ohne Maske dastanden, muß ihnen bewußt geworden sein, wer und was sie sind, oder der Erlöser verdeutlichte es ihnen, wenn diese Erzählungen denn wahr seien und sie auch dem wahren Geschehen nach übermittelt wurden.
- Letztendlich taten sie es selbst und der Erlöser löste sie wenn nur von ihrer Verantwortungslosigkeit und damit von ihrer Untätigkeit im Hinblick auf sich selbst, anderen und der Natur.
- Schauen wir uns die Taten dieser Menschen an gemäß der Erzählungen an, so begrenzt sich deren Glaubwürdigkeit schon aus dem Ausmaß, in dem es den Taten an Wohlwollen, Wohlergehen und Erfolg im Hinblick auf sie selbst, anderen und der Natur gegenüber bestellt ist. Offenbar wurde jeder Glaube letztlich durch Waffengewalt und über die Leichen unzähliger Andersgläubiger als Religion ins Dasein gebracht.
- Glaubensgemeinschaften sind vor allem Hoffnungsgemeinschaften und Menschen im tiefen Zustand und Gemüt der Hoffnung, befinden sich so als Person jeweils vom menschlichen Dasein herab ergraut zugleich im Zustand der Verantwortungslosigkeit, Erwartung und Untätigkeit im Hinblick auf die Verbesserung des jeweiligen Daseinzustand.
- Wenn ich jemanden handlungsunfähig und untätig machen wollen würde, dann würde mir dies sehr schnell gelingen, wenn ich ihn darin in Übereinstimmung bringen kann, daß er hoffen solle. Dann auch, daß es einen Erlöser außerhalb von ihm selbst gäbe und schon habe ich jemand der wartet.
- Man läßt ihn warten und dann muss man ihn nur noch darin in Übereinstimmung bringen, dass man selbst der Schlüssel zum Erlöser sei und er wird tun, was man ihn zu tun abverlangt. Jemand in den Zustand der Hoffnung zu bringen, Hoffnung in ihm zu schüren bewirkt nicht mehr, als dass er länger und williger erduldet und erleidet.
- Hast Du etwas Wichtiges, Dringendes, Bedeutendes oder Notwendiges, worauf du wartest, zu dem Du in Erwartung stehst? Wenn ja, dann doch nur, weil Du selbst darauf keinen Einfluß nimmst, oder nehmen kannst, weil du erhoffst, weil du die Verantwortung für dein Dasein, daß eines Anderen, der Menschheit oder Natur auf eine Art „Erlöser“ übertragen hast.
- Du trägst die Maske der Hoffnung durch die Du deinen Erlöser niemals sehen und erkennen wirst. Wenn oder was siehst Du, wenn du in den Spiegel schaust? Du kannst darin nichts anderes sehen, als die menschliche Gestalt und diese sieht Du um 180 Grad gedreht, da Du dich selbst nicht unmittelbar, un-mittel-bar, ohne Mittler wie einen Spiegel anschauen kannst, dich somit immer anders siehst, als Du bist.
- Im Spiegel siehst du Dich nicht, sondern Dein Spiegelbild, dass Du nicht bist und dieses Spiegelbild ist nicht mehr als das Abbild Deiner menschlichen Erscheinung als Person und wenn Du Dich mit der Betrachtung siehst, der Du seiest, dann siehst Du darin die Persönlichkeit, die Du meinst, für Andere zu sein.
- Man beginnt sich zu sehen, wenn man beginnt seine eigenen Einstellungen zu sehen und diese haben selbst kein materielles oder energetisches Dasein, sondern kommen durch die eigenen Taten, dem was man ist und hat ins Dasein, jedoch auch nur entsprechend der jeweils bestehenden Möglichkeiten und Umstände.
- Eine kranke Person legt seine Hoffnung in die Medizin, in einen Arzt, in eine Behandlung oder ein Medikament, somit auch die Verantwortung in deren Art und Weise der „Erlöser“ einer Krankheit für einen zu sein.
- Jeder kompetente Arzt weiß, daß er, wie auch jedes Mittel und jede Methode nicht heilt, sondern jede mögliche Heilung nur unterstützen und beschleunigen, jedoch der Kranke sich jeweils nur selbst heilen kann. Ein kompetenter ehrbarer Arzt weiß, daß er die Ursachen für Krankheiten beheben, Daseinzustände verbessern kann, jedoch höchst selten deren Gründe und daß daher jede Krankheit erneut auftauchen kann und es auch meist wird, soweit er deren Phänomene und Ursachen, jedoch nicht deren Gründe angeht oder angehen kann.
- Der jeweilige Erlöser der jeweiligen Religionen glänzt seit derem jeweiligen Entstehen durch Abwesenheit und wenn er sich Mal einem Menschen, deren Erzählungen nach gemäß einer Person oder einer Gruppe gezeigt hatte, dann nur so, daß er ihnen sagte, was zu tun sei und sie es selbst vollbringen mußten.
Bestimmung der Ursache
- Ein Grund ist das, worauf sich eine Ursache aufstellen und in Erscheinung treten kann. Was auf dem Boden einer Wohnung aufgestellt wird, findet viel Beachtung, während der Boden als Grund, der das Aufstellen erst ermöglicht und zugestellt wird, daher immer weniger gesehen werden kann und auch immer wenig Beachtung findet, je mehr er zugestellt wird.
- Das was in diesem Bild die auf den Boden gestellten Sachen sind, entsprechen den Ereignissen im Leben, die wir als Ursachen ausmachen und daher sehen können. Der Boden entspricht in diesem Bild das Tun der anderen und das Tun der Natur, doch vor allem das eigene Tun in Ausgestalt des eigenen Lebensstil und der eigenen Denkweise und erst in zweitem Rang den jeweiligen Lebensumständen.
- Einer Krankheit, Problemstellung wie auch Hoffnung oder ähnlich, insbesondere bei deren sich wiederholenden in Erscheinung treten, wurde durch Tun zuvor der Grund bereitet, auf dem sie zu stehen gelangen konnten. Jedem Tun geht ein Denken voraus, jedem Denken gehen Einstellungen und jeder Einstellung gehen Übereinstimmungen voraus und sie alle sind Gründe, die Ursachen im Dasein erwirken, die sich als Phänomen der Gründe im Dasein zeigen.
- Die Person neigt dazu eine Ursache für eine Krankheit, Schwierigkeit, Notlage, für ein Problem und so weiter als schlecht oder böse zu betrachten und es daher zu bekämpfen. Der Grund für wiederholtes Auftreten von Phänomenen liegt maßgebend darin, dass Ursachen falsch bestimmt, benannt und bekämpft werden.
- Ein Phänomen ist eine Erscheinung und wortwörtlich-sinngemäß bedeutet Phänomen „Luftbild, Lufterscheinung“ und so bekämpfen die Menschen als Personen Luftbilder, wenn sie Krankheiten, Probleme oder Dasein und deren Zustände als Ursachen bekämpfen, anstelle Gründe zu suchen und zu beheben.
- Bekämpft man eine Ursache, so richtet man seine Anstrengung nicht auf dessen Grund und da man Anstrengung in die falsche Richtung einwirkt trägt man so dazu bei, daß sich die Ursache verstärkt und oder in gewandelter Ausgestalt an anderer Stelle in Erscheinung tritt.
- Gründe bilden sich nicht aus dem Nichts heraus und sollten nicht als eine tiefer oder früher liegende Ursache verstanden oder damit verwechselt werden. Das Dasein von Gründen beruht auf Wiederholung, während Ursachen eher einzelne Ereignisse in Abfolge sind.
- Ursachen für Phänomene werden solange immer wieder in Erscheinung treten, solange die Wiederholungen fortbestehen, die sich als Gründe bilden und meist übersehen werden.
- Einem Grund ist mindestens eine bedeutende Eigenschaft zu eigen und diese Eigenschaft bildet den Ursprung für einem sich bildenden Grund. Jetzt hinzugehen und zu sagen, der Ursprung sei dann die Ursache für den Grund und daher die Ursache und daß alles wäre Wortklauberei, der setzt diese Begriffe noch gleich.
- Gleichsetzung bewirkt im Denken ein „Umbeschriften“ von Bedeutungen und kommt dem Gleich, als würde man Orten in der Straßenkarte dieselben Namen geben, obwohl man weiß, dass sie an sich anders aussehen und sich an anderen Orten befinden. Wer alles mit allem gleichsetzt, kann nirgends mehr ankommen, weiß am Ende nicht mehr wo er ist.
- Wer die Abfolge Ursprung, Grund und Ursache, die zugleich ein Kreislauf in Beziehung zu einem Mangel bilden, in der Eigenschaft der Begriffe auseinanderhält, in dem er die Bedeutungen der Begriffe in ihren Eigenheiten unterscheidet, der begibt sich dadurch in den Bereich der Problemerkennung und deren Lösung, während die anderen ihrem Ausmaß deren Gleichsetzung entsprechend in den Bereich der Problemverusachung begeben.
- Ein Ursprung ist in dem folgenden Bild wie eine Quelle und das Wasser der Quelle ist die Eigenschaft, die sich durch Wiederholung und Ansammlung als See im Tal bildet, auf dem ein Boot nun liegen und fahren kann.
- Das Boot ist wie die Ursache, der See wie der Grund, der Ursprung wie die Quelle. Das Boot kann nur schwimmen, weil die Eigenschaft des Wassers und des Bootes dies ermöglicht. Wenn die Eigenschaft nicht ins dasein gelangt, wird auch kein Boot dort ins Dasein gelangen.
- In dem Bild steht das Boot für das Problem und oder Phänomen und der See für den Grund und da Gründe meist eine große Masse oder Menge sind, werden sie übersehen oder als solch großer Aufwand betrachtet, den man nicht bewältigen könne und man beschränkt sich schon von daher darauf unmittelbare Ursachen aufzugreifen und anzugreifen, auf die man unmittelbar im Denken von Ursache-Wirkung verhaftet Einfluß nehmen kann.
- Der Umgang mit Ursachen gleicht dem Umstand, Boote auf dem See zum Kentern zu bringen, um den See zum verschwinden zu bringen. Der See würde verschwinden, wenn man die Quelle zum versiegen bringt und oft hat ein See viele Quellen.
- Eine Ursache unterscheidet sich von einem Grund und einem Ursprung dadurch, daß dieser als Einheit, als ein von anderem abgrenzbares Etwas im Dasein gefunden, entdeckt und bestimmt werden kann. Es hat in der Regel Materie, Energie und nimmt Raum ein und ist zugleich zeitlich bestimmbar, folgt der Kausalität von Ursache zu Wirkung in einer unmittelbaren Beziehung. Eine Ursache kann durch Wiederholung derselben Bedingungen und Umstände erneut ins Dasein gelangen und ist an sich die Ursache für weitere Probleme und Phänomene in deren Vielfalt.
- Ein Grund unterscheidet sich von einer Ursache dahingehend, daß viele Ursachen in Vielfalt auf ihm zu stehen kommen. Ein Grund zeichnet sich durch irgendeine Art von Ansammlung als Masse und oder Menge aus und diese kann durch Materie und oder Energie irgendeiner Ausgestalt gebildet werden, steht zeitlich betrachtet jedoch in Bezug zu Zeitdauer und Wiederholung, und daher eher in der Eigenschaft eines sich wiederholenden Tun, Sein oder Haben in Bezug zu Werden.
- Der Ursprung für Grund und Ursache unterscheidet sich von ihnen darin, daß er die Eigenschaft ist, durch die infolge Grund und Ursache ins Dasein gelangen können und diese Eigenschaft sich in jedem Bestandteil von Grund als wiederholender wirkender und in der Ursache als tatsächlicher größter gemeinsamer Nenner finden und bestimmen läßt. Vom Ursprung an steigt die Meßbarkeit der Eigenschaft über den Grund hinweg zur Ursache hin an.
- Eine Eigenschaft des Wasser ist Dichte, eine Weitere dessen Fähigkeit je nach Bedingungen einen Aggregatzustand anzunehmen. Ein Boot hat ebenfalls seine Eigenschaften in Bezug auf Dichte und Aggregatzustand.
- Das Boot auf dem See kann also nur dann auf ihm fahren oder zu liegen kommen, wenn zum einen die Bedingungen für Wasser und Boot vorherrschen und die Eigenschaften sich in einem angemessenen ausgeglichenen Zustand befinden und je nach Bedingungen können die jeweiligen Eigenschaften andere Aggregatzustände erwirken, so daß bei minus 40 Grad der See so sehr einfriert, daß das Boot durch das sich ausdehnende Eis zerdrückt werden könnte.
- Damit will ich zum Ausdruck bringen das Ursprünge lediglich Quellen von einer besonderen Eigenschaft, es viele Quellen und damit vielfältige Eigenschaften geben kann, die sich dann als Grund und infolge als Ursache zeigen werden, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Eigenschaften sind von deren Natur aus im Dasein nicht aus sich selbst heraus daseiend, sondern Fähigkeiten, die Möglichkeiten für deren erscheinen benötigen, die dann in Verbindung mit anderen Eigenschaften zur Wirkung gelangen.
- Ursprünge zeichnen sich jedoch insbesondere dadurch aus, dass bei Wegnahme anderer Eigenschaften, sich diese bis hin zu Ursachen immer noch herausbilden und Erscheinungen erst verschwinden, wenn die Eigenschaft eines Ursprungs versiegt.
- Fähigkeiten benötigen ihre Möglichkeiten, um ihre Wirkungen ins Dasein einbringen zu können. Daher befinden wir uns in Bezug auf Ursprünge unmittelbar im Bereich der Möglichkeiten, wenn zu Beginn auch nur in einem geringen Umfang, wie ein See noch lange nicht entstanden sein wird, wenn die Quelle gerade zu quellen beginnt.
- Bei Gründe befinden wir uns im Bereich sich wiederholenden Wirkungen, die ich als Wirklichkeit bezeichne. Erst mit Ursachen befinden wir uns im Bereich von Tatsächlichkeiten, dem Bereich bereits vollbrachter Taten.
- Wir haben Ursprünge bei Möglichkeit, Gründe mit Wirklichkeit und Ursachen mit Tatsächlichkeiten. Ursprünge wandeln sich nach Möglichkeit in Wirklichkeit und zu Gründen, Gründe wandelt sich zur Tatsächlichkeit als Ursache.
- Ursachen sind in der Lage sich in neue Ursprünge zu wandeln und daher infolge als gewandelte Gründe und wiederum gewandelte andere Ursachen in ‚Erscheinung zu treten, wodurch eine Ursache zu Ursache einer Vielfalt von Folgeerscheinungen werden kann. Nach meinem Eindruck
- Betrachten wir jedoch Ursache, Grund und Ursprung und vergleichen wir die Vorgehensweise der Suche nach ihnen mit einer Fahrt im Straßennetz, so sind deren Eigenheiten jeweils für sich wie Kreisverkehre mit vielen bis wenigen Zufahrten und Abfahrten und jeder Kreisverkehr kann vortäuschen einer der anderen zu sein, doch nur ein Weg über alle hinweg, wird zu der Erkenntnis des wahren Urgrund führen, der ihnen wiederum voraus geht und übergeordnet sie alle zugleich in ihrem Ausmaß den jeweiligen Raum gibt.
- Ein Grund ist das, worauf sich eine Ursache aufstellen und in Erscheinung treten kann. Was auf dem Boden einer Wohnung aufgestellt wird, findet viel Beachtung, während der Boden als Grund, der das Aufstellen erst ermöglicht und zugestellt wird, daher immer weniger gesehen werden kann und auch immer wenig Beachtung findet, je mehr er zugestellt wird.
Bestimmung des Urgrund
- Der Urgrund ist meist ein Mangel, oder als ein Mangel betrachtet leichter zu entdecken. Für jeden Menschen gibt es seinen ihm eigenen Mangel und Urgrund und diesen Urgrund zu entdecken ist eine seiner größten Herausforderung im Leben. Einer der für den Menschen bestehenden größten Mängel ist der Mangel an Erlösung von seinen eigenen Problemstellungen, denen anderer und der Natur. Zugleich besteht ein Überfluß an Hoffnung auf einen Erlöser, der diesen Mangel beheben würde und zur Verantwortungslosigkeit gegenüber sich selbst, andern und der Natur erwirkt.
- Wie man diese Problemstellung der Verantwortung, Hoffnung und dem Erlöser löst, wird in einem weiteren Schriftstück behandelt. Eins sei nur hier uns jetzt in Bezug auf deine persönlichen Problemstellungen verdeutlicht. Der Erlöser, auf den gegebenenfalls wartest, bis Du! Um dies für sich erlangen zu können ist das Schriftstück „Wem kann man Vertrauen, was ist Selbstvertrauen“ ein Einstieg sich selbst der Erlöser zu werden. Wenn man versucht jemand anderes zu sein, als man es ist, kann man nicht sein, der man ist.
- Im gegenwärtigen Zustand ist kaum ein Mensch auf Erden in seiner Ursprünglichkeit und meisten sind wohl vermutlich zu Persönlichkeiten geworden, oder streben es an, eine zu werden. Sich selbst zu werden und zu sein, ist derjenige, der man wirklich und tatsächlich sein kann. Nur im Zustand seiner Selbst, steht einem das eigene natürlich Vermögen zur Verfügung. Jemand anderes zu sein schnürt das eigene Vermögen ab und man wird nie den Erfolg im Leben haben können, den man als Erlöser seiner Selbst haben könnte.
