Zum Inhalt springen

fast

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Dezember 2023 um 16:28 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

fa + -st | ‘beinahe, annähernd’, ahd. fasto ‘fest, eng, sicher, voll und ganz’, auch ‘sehr’ (um 800), mhd. vaste, vast ‘fest, nahe an, stark, sehr, recht’,

asächs. fasto ‘fest, unerschüttert, eindringlich, gründlich, höchst’, mnd. vaste, mnl. vast(e), nl. vast, aengl. fæste ‘fest’, engl. fast ‘schnell’ ist das umlautlose Ustw. zu dem unter fest dargestellten Egsw.

Die heutige Bedeutung entwickelt sich aus der noch im Frühnhd. üblichen verstärkenden Funktion, vgl. ein vast (‘höchst’) gelehrter man (16. Jh.), die in Verbindung mit Zahlwörtern (weil er fast hundertjerig war, 16. Jh.) und mit einer Negation (do was doselbst nit vast ein gute schul, 16. Jh.) in die Bedeutung ‘beinahe, annähernd’ übergeht, vgl. fast um zwo uren‘beinahe, gegen, etwa zwei Uhr’ (16. Jh.).