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Äon

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Äon m. und n. ‘Zeitalter, Weltalter, Ewigkeit’;

  • Entlehnung (18. Jh.)
    • von spätlat. aeōn m.,
      • griech. aiṓn (αἰών) ‘Zeit(raum), Ewigkeit’;
    • häufig pluralisch Äonen.

Äon[1] (aiôn, aevum =  to aei einai): 1) Beständige Dauer. Schon EMPEDOKLES spricht von einem  empedos aiôn(Aristot., Phys. VIII 1, 251a 1). Im Sinne des ARISTOTELES (De coel. I, 9, 279a 25) nennen die Scholastiker die unveränderliche Dauer »aevum« (SUAREZ, Disp. met. 50, sct. 6, 9). – 2) Göttliche Wesenheit, göttliche Kraft, die personificiert wird von den Gnostikern. So bezeichnet VALENTINUS Gott als den vollkommenen Äon (teleios aiôn), aus dem 30 niedere Äonen entspringen, deren jüngster die Weisheit (sophia) ist. Der Inbegriff der Äonen = das Pleroma (s. d.). Vgl. Gnosticismus.

  1. ↑ Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 54. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001780433 Lizenz: Gemeinfrei