Nikolaus von Kues/Tod, Begräbnis und Nachlass


Im Sommer 1464 wurde Nikolaus im Rahmen des von Pius II. betriebenen Kreuzzugsprojekts gegen die Türken beauftragt, sich um eine Schar von 5000 mittellosen und zum Teil erkrankten Kreuzfahrern zu kümmern, die bei Anconawarteten, von wo die Flotte in See stechen sollte. Bei der Besichtigung des Heerlagers muss er sich mit der Ruhr infiziert haben[1]. Nikolaus starb am 11. August in Todi. Sein Leichnam wurde sogleich nach Rom überführt und in seiner Titelkirche San Pietro in Vincoli beigesetzt. Das Epitaph im linken Seitenschiff der Kirche, ein Werk des Andrea Bregno, zeigt Nikolaus kniend vor dem Apostel Petrus. Sein Herz jedoch wurde auf seinen Wunsch in der Kapelle des von ihm und seinen Geschwistern 1458 gestifteten St. Nikolaus-Hospitals (Cusanusstift) in Kues bestattet. Dem Hospital vermachte er auch den Hauptteil seiner Bibliothek, der sich noch heute dort befindet. Sie gilt mit ihrer Sammlung von Hunderten mittelalterlicher Handschriften und Inkunabeln (Wiegendrucken) aus Theologie, Philosophie, Wissenschaft und Mathematik als die bedeutendste Privatbibliothek, die aus dem Mittelalter erhalten geblieben ist (siehe den Hauptartikel Bibliothek des St. Nikolaus-Hospitals (Bernkastel-Kues)).
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Einzelnachweise
- ↑ Stefan Winkle: Die Geschichte der Seuchen. Anaconda Verlag 2021, S. 371

