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Nikolaus von Kues/Tod, Begräbnis und Nachlass

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Eigenhändiger Brief des Nikolaus von Kues an Herzogin Eleonore, die Frau Herzog Sigmunds von Österreich, vom 26. Juli 1458.Innsbruck, Tiroler Landesarchiv
Die am 6. August 1464 in Todi angefertigte endgültige Fassung von Nikolaus’ Testament. Bernkastel-Kues, St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Sign. Urk. 48 A.

Im Sommer 1464 wurde Nikolaus im Rahmen des von Pius II. betriebenen Kreuzzugsprojekts gegen die Türken beauftragt, sich um eine Schar von 5000 mittellosen und zum Teil erkrankten Kreuzfahrern zu kümmern, die bei Anconawarteten, von wo die Flotte in See stechen sollte. Bei der Besichtigung des Heerlagers muss er sich mit der Ruhr infiziert haben[1]. Nikolaus starb am 11. August in Todi. Sein Leichnam wurde sogleich nach Rom überführt und in seiner Titelkirche San Pietro in Vincoli beigesetzt. Das Epitaph im linken Seitenschiff der Kirche, ein Werk des Andrea Bregno, zeigt Nikolaus kniend vor dem Apostel Petrus. Sein Herz jedoch wurde auf seinen Wunsch in der Kapelle des von ihm und seinen Geschwistern 1458 gestifteten St. Nikolaus-Hospitals (Cusanusstift) in Kues bestattet. Dem Hospital vermachte er auch den Hauptteil seiner Bibliothek, der sich noch heute dort befindet. Sie gilt mit ihrer Sammlung von Hunderten mittelalterlicher Handschriften und Inkunabeln (Wiegendrucken) aus Theologie, Philosophie, Wissenschaft und Mathematik als die bedeutendste Privatbibliothek, die aus dem Mittelalter erhalten geblieben ist (siehe den Hauptartikel Bibliothek des St. Nikolaus-Hospitals (Bernkastel-Kues)).

Zeichen 1 auf Cusanus Testament
Zeichen 2 auf Cusanus Testament
Grab des Nikolaus von Kues in der Kirche San Pietro in Vincoli, Rom

Einzelnachweise

  1. ↑ Stefan Winkle: Die Geschichte der Seuchen. Anaconda Verlag 2021, S. 371