gern
gern | Ustw. ‘bereitwillig, mit Vorliebe’, ahd. gerno (9. Jh.), mhd. gern(e), asächs. gerno, mnd. gērne, mnl. ghe(e)rne, ghaerne, nl. gaarne,
gerne,
aengl. georne, anord. gjarna, schwed. gärna
ist das Ustw. zu einem im Nhd. untergegangenen Egsw. ahd. gern(i) ‘etw. begehrend, eifrig bedacht’ (9. Jh.), mhd. -gern (nur in Komposita),
asächs. gern, aengl. georn ‘eifrig, begierig’, anord. gjarn, ger. *gerna-, auch in got. faíhugaírns ‘geldgierig’,
das mit begehren, einem Teil der unter Gier aufgeführten Formen sowie aind. háryati ‘begehrt, sehnt sich nach, verlangt’, grie. chá͞irein (χαίρειν) ‘sich freuen’ und lat. hortārī ‘antreiben, ermuntern’ auf die Ww. uig. *g̑her- ‘begehren, gern haben’ zurückgeführt wird.
Stabreimend in der Wendung gut und gern (14. Jh.).