fund
fund[1]
für fand, den sg. praet. von finden, ist eine unorganische bildung, die sich aus dem früheren pl. praet. funden (s. d. und fand) eingeschlichen hat und z. b. bei H. Sachs mitunter dicht neben fand vorkommt.
und wie der wiz beweis und lehrsaz fund. Creuz (Frankfurt a. M. 1769) 2, 217.
später erlischt diese form fund, wenn sie nicht etwa bei alterthümlich sein sollendem ausdrucke wieder hervorgesucht wird. noch schlechter aber, als fund, ist das im 17. jh. auch vorkommende funde: es gieng mir eben wie jenem mönch, welcher in einen wald spatzierte und funde in einem hohlen baum etwas honig. Schuppius246. selbst noch zu anfange des 19. jh. mit scheinbarer alterthümlichkeit:
(das herz,) das gern in thränen wohl sein blut vergossen, so lang es einsam weint, den freund nicht funde.
find, finden
- ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1869), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 528, Z. 29.