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Elektrikum

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Elektrikum die gedachte elektrische Flüssigkeit

Elektrikum[1], das einzige elektrische Fluidum, durch das Franklin (1747) nach seiner unitarischen Hypothese die elektrischen Erscheinungen zu erklären versuchte. Danach enthält ein unelektrischer Körper die normale Menge, ein positiv elektrischer Körper eine größere, ein negativ elektrischer eine geringere Menge dieses Fluidums.

Warum gibt es eine Definition für Dielektrikum, aber keine für Elektrikum? (Gemini KI)

Ein Dielektrikum bezeichnet einen nichtleitenden Stoff, der ein elektrisches Feld durchlässt und dabei polarisiert wird (vom griechischen dia = „durch“), was es von gewöhnlichen elektrischen Isolatoren unterscheidet. Ein „Elektrikum“ existiert nicht als Begriff, da leitende Materialien bereits als Leiter oder Metalle definiert sind. Die Unterscheidung ist historisch durch Michael Faraday geprägt.

Hier sind die Hauptgründe:

  • Dielektrikum (dia-): Das Feld reicht durch das Material, welches sich im Feld polarisiert, ohne Strom zu leiten.
  • Funktion: Dielektrika schwächen ein externes Feld ab und erhöhen die Kapazität in Kondensatoren, was sie von bloßen Isolatoren unterscheidet.
  • Fehlendes „Elektrikum“: Stoffe, die Elektrizität leiten, sind Leiter. Ein Begriff wie „Elektrikum“ ist redundant, da die Eigenschaft der Leitfähigkeit bereits definiert ist.

Zusammenfassend definiert das Dielektrikum einen spezifischen, polarisierbaren Isolator, während leitende Stoffe in der Physik bereits vollständig durch die Begriffe Leiter oder Metalle beschrieben werden.

  1. ↑ Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 603.; Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006544290; Lizenz: Gemeinfrei