Weiler
Erscheinungsbild
Weiler m. ‘Einzelgehöft, aus wenigen Gehöften bestehende Ansiedlung’,
- ahd. wīlāri ‘Dorf’ (Hs. 12. Jh.),
- mhd. wīler n. m. ‘einzelnes Gehöft, kleineres Dorf’
- ist entlehnt aus mlat. villare ‘Gehöft, Vorwerk’,
- Aus den in der Nähe solcher Landgüter angelegten Unterkünften für das Personal entwickeln sich kleine Ansiedlungen, die ebenfalls mit vīlla bezeichnet werden.
- Daraus erklären sich die Bedeutungen ‘Gehöft’ und ‘kleineres Dorf, kleine dorfähnliche Ansiedlung’.
- Der appellativischen Verwendung im Dt. (durchgehend nach der Mitte des 13. Jhs.) gehen mit -weiler gebildete Ortsnamen voraus für Siedlungen (südlich und westlich des Rheins, im Bereich der Römerstraßen), die, häufig als Landgüter für ausgediente Soldaten angelegt, archäologisch als römische Gründungen nachgewiesen sind.
- Diese Art der Benennung wird später von den germanischen Besitzern übernommen und verbreitet (vgl. z. B. Dankoltsweiler, Hohweiler, Volkmarsweiler).