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Platz

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Platz1 | Plätze, m. ‘freier Raum, ebene, offene Fläche, für eine Person bzw. Sache bestimmte Stelle’, mhd. pla(t)z ‘freier Raum, Tanzplatz, Turnierplatz, Schlachtfeld, Tanz, Spiel’, mnd. plātse, plātze, mnl. plaetse, nl. plaats, entlehnt aus afrz. place f. ‘weiter, offener, freier Raum, Kampfplatz, Ort, Stelle’.

Dies geht zurück auf lat. platea f. ‘breite Straße (in einer Stadt), Hauptstraße’, spätlat. ‘großer freier Platz im Haus, Hof’, grie. platé͞ia (πλατεῖα) ‘Straße’, das substantivierte Fem. aus platé͞i hodós (πλατεῖα ὁδός) ‘breiter Weg’, von grie. platýs (πλατύς) ‘weit, breit, flach, eben’.

Aus dem Lat. entlehnt ist got. plapja (statt *plaþja?), aus dem Afrz. engl. place.

Das im Dt. übliche maskuline Genus wohl in Analogie zu Substantiven wie Markt, Ort, Raum. Davon übertragen (nach der breiten, flächenhaften Form) landschaftlich verbreitetes Platz2

Platz2 | m. ‘flach geformter Kuchen, Fladen’, frühnhd. placz, blacz (15. Jh.); vgl. mhd. (md.)placzbecke(r) ‘Fladenbäcker’ (14. Jh.). Literatursprachlich geläufig ist das Deminutivum Plätzchen n. ‘flaches Stück Kleingebäck’ (16. Jh.).