belieben
be- + lieben | ‘wünschen, geneigt sein’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. gefallen’.
Das frühnhd. im 15. Jh. vereinzelt, im 16. Jh. allgemein vorkommende Verb (vgl. entsprechendesmnd. belēven, mnl. nl. believen) ist ursprünglich intensivierende Präfixbildung zu lieben.
Auf dem Wege über ‘Gefallen finden’ entwickelt sich im Frühnhd. wie im Mnd. die bis ins 19. Jh. nachweisbare Bedeutung ‘gutheißen, billigen, beschließen’. Vom 17. Jh. an wird das präfigierte Tw. vor allem im Sinne von ‘willig, geneigt sein, geruhen’, auch unpersönlich ‘jmdm. recht sein, gefallen’ (vgl. frz. s’il vous plaît), in höflicher Ausdrucksweise als Bestandteil häufig formelhaft erstarrender Umschreibungen gebräuchlich.
belieb,beliebt,beliebte,beliebten,beliebter,beliebtes,