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Gegenstand

aus AufEinWort, der freien Forschung
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gegen + Stand | eigentlich Widerstand; dasjenige, worum es in einem Gespräch, einer Abhandlung, Untersuchung o. Ä. jeweils geht, was den jeweiligen gedanklichen Mittelpunkt bildet; jemand, etwas Bestimmtes, auf das jemandes Handeln, Denken, Fühlen gerichtet ist; Objekt; [kleinerer, fester] Körper; nicht näher beschriebene Sache, Ding

Gegenstände,Gegenständen

¦⊕¦ eigentlich Dasein, das einem entgegen steht; Etwas, daß einen räumlichen Widerstand hat, Festigkeit aufweist.(ndt.)

¦⊗¦ ‘Ding, Thema, Angelegenheit’, zuerst ‘Widerstand’ (16. Jh.), ‘Gegensatz’, auch ‘das Entgegenstehende’ (17. Jh.), dann (Ende 17. Jh.) Übersetzung von Objektbzw. lat. obiectum in philosophischer Sprache, davon ausgehend die heutige allgemeine Verwendung;

Seit dem 18. Jahrhundert wird es – statt zuvor „Gegenwurf“ oder „Widerschein“ fachsprachlich in philosophischen Kontexten als Entsprechung zu lateinisch obiectum (das Entgegengeworfene) gebraucht. Erst seit dem 19. Jahrhundert ist das Adjektiv gegenständlich in Gebrauch, um Anschauliches und Konkretes, wie beispielsweise einen Gebrauchsgegenstand, vom Abstrakten abzugrenzen.

¦↵¦ Das deutsche Wort „Gegenstand“ ist eine Substantivbildung aus „gegenstehen“ beziehungsweise „entgegenstehen“.

Das Dictionarum latinogermanicum des Petrus Dasypodius (1536) enthielt den Begriff noch nicht.

Das Substantiv entwickelte sich nach dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm aus dem Verb „gegenstehen“.[10]

Die Brüder Grimm führten das Wort auf den Schriftsteller Johann Fischart zurück, der im Jahre 1579 in seinem erfolgreichen Buch Binenkorb Des Heyl. Römischen Imenschwarms[11] schrieb: „Von der zeit an sind allezeit vil tapfere männer in der wehr und rüstung gewesen, welche mit schreiben und predigen dem papst gegenstand gehalten haben“.[12]

Darauf bezieht sich auch der Rechtswissenschaftler Gerhard Köbler.[13] Seit dem 16. Jahrhundert wird es in der heutigen Bedeutung verwendet.[14]