werden
werd + -en | durch Sein, Tun undoder Haben fortgeführter Wandel, Veränderung, Wenden (21. Jh ndt.); ‘entstehen, geschehen’; uig. *wértti, from , ugerm. *werþaną; germ. *werþan; ahd. werdan ‘entstehen, geschehen, sich ereignen, zuteil werden’ (8. Jh.), mhd. mnd. werden, wërden,;
werd,werde,wird,werdet,wirst,wurde,wurden,würden,würdest,würdet,worden,geworden
asächs. werðan, mnl. werden, warden, worden, nl. worden, afries. wertha, aengl. weorþan, engl. (älter) to worth, anord. verða, got. waírþan (ger. *werþan)
führt mit aind. vártatē ‘dreht sich, rollt, kreist’, lat. vertere ‘kehren, wenden, drehen’, lit. ver̃sti ‘(vertikal) wenden, kehren, umwerfen, -drehen, stürzen’, aslaw. vrьtěti sę ‘sich drehen, wenden’, russ. vertét’ ‘drehen, wenden’
auf uig. *u̯ert- ‘drehen, wenden’, eine Dentalerweiterung der Wurzel uig. *u̯er- ‘drehen, biegen’. werden,
Seiner Herkunft nach ein Tw. der Bewegung, steht im Germ. seit Anfang seiner Überlieferung im Sinne von ‘entstehen, geschehen’ (die Grundbedeutung wirkt jedoch fort in verwandtem -wärts ‘gewendet, gerichtet auf’).
Daneben dient es in den germ. Sprachen als zur Umschreibung des Passivs (bis heute im Dt., Nl. und Isl.) und im Dt. zur Umschreibung des Werdenden (regelmäßig seit spätmhd. Zeit).
¦√¦ uig. *wert- “wenden, kehren”;