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Platon/Leben

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Da die Platoniker Platon überschwänglich verehrten, wurden über sein Leben zahlreiche teils phantastische Anekdoten und Legenden verbreitet, die oft seiner Verherrlichung dienten.[1] Es wurde sogar behauptet, er sei ein Sohn des Gottes Apollon, sein leiblicher Vater sei nur sein Stiefvater gewesen.[2] Daneben gab es aber auch Geschichten, die seine Verspottung und Diffamierung bezweckten.[3] Daher ist die historische Wahrheit schwer zu ermitteln. Eine Hauptquelle ist Platons Siebter Brief, der heute überwiegend für echt gehalten wird und auch im Fall seiner Unechtheit als wertvolle zeitgenössische Quelle anzusehen wäre.

Herkunft

Verwandtschaft Platons[4]

Platon stammte aus einer vornehmen, wohlhabenden Familie Athens. Sein Vater Ariston betrachtete sich als Nachkomme des Kodros, eines mythischen Königs von Athen; jedenfalls war ein Vorfahre Aristons, Aristokles, schon 605/604 v. Chr. Archon gewesen, hatte also das höchste Staatsamt bekleidet. Unter den Ahnen von Platons Mutter Periktione war ein Freund und Verwandter des legendären athenischen Gesetzgebers Solon.[5] Der Philosoph hatte zwei ältere Brüder, Adeimantos und Glaukon, die in der Politeia als Dialogteilnehmer auftreten, und eine ältere Schwester, Potone, deren Sohn Speusippos später Platons Nachfolger als Leiter der Akademie (Scholarch) wurde. Ariston verstarb schon früh; Periktione heiratete um 423 v. Chr. ihren Onkel mütterlicherseits Pyrilampes, einen angesehenen Athener, der zu Perikles’ Zeit als Gesandter tätig gewesen war. Pyrilampes hatte aus einer früheren Ehe einen Sohn, Demos, der Platons Stiefbruder wurde. Aus der Ehe zwischen Periktione und Pyrilampes ging Antiphon, ein jüngerer Halbbruder Platons, hervor.

Während Platons Stiefvater demokratisch gesinnt war, gehörten zur Familie seiner Mutter Periktione mehrere prominente Politiker mit oligarchischer Haltung: Ihr Onkel Kallaischros gehörte 411 v. Chr. dem durch Putsch kurzzeitig an die Macht gekommenen Rat der Vierhundert an, ihr Vetter Kritias war Mitglied des oligarchischen Rats der Dreißig („Dreißig Tyrannen“), der 404/403 v. Chr. Athen regierte. Unter dessen Herrschaft wurde auch ihr Bruder Charmides in ein oligarchisches Gremium berufen und fiel im Kampf gegen die Demokraten.[6]

Kindheit und Jugend

Laut der Chronik des Apollodoros wurde Platon 428 oder 427 v. Chr. geboren,[7] zur Zeit der Attischen Seuche, nach der antiken Tradition am 7. Tag des Monats Thargelion (Mai/Juni), dem mythischen Geburtstag des Gottes Apollon. An diesem Tag feierten später – noch im 3. Jahrhundert n. Chr. – die Platoniker sein Geburtstagsfest.[8] Schon im 3. Jahrhundert v. Chr. war eine Legende verbreitet, wonach „Platon“ ursprünglich nur ein Beiname war, den er in Anlehnung an das griechische Wort πλατύς ('platýs' „breit“) erhielt, womit angeblich auf die Breite seiner Stirn oder seiner Brust angespielt wurde. Diese Behauptung wird von der Forschung als unglaubwürdig betrachtet.[9] Auch eine Überlieferung, wonach Platon ursprünglich den Namen seines Großvaters Aristokles trug, ist eine im Rahmen dieser Legendenbildung entstandene Erfindung.[10] Seine Kindheit und Jugend verbrachte Platon in der Zeit des Peloponnesischen Krieges (431–404 v. Chr.), der mit der Kapitulation seiner Heimatstadt endete. Als Sohn aus vornehmer Familie genoss er eine sorgfältige Erziehung. Es wird berichtet, dass er Unterricht in Sport, Grammatik, Malerei, Musik und Dichtung erhielt, seine poetischen Jugendwerke jedoch später verbrannte; diese Behauptungen wurden allerdings möglicherweise nachträglich aus seinen Dialogen abgeleitet.[11] In seiner Jugend nahm Platon an den Isthmischen Spielen teil und war ein preisgekrönter Ringer.[12]

In die Philosophie führte ihn Kratylos ein,[13] ein Anhänger Heraklits, nach dem Platon später seinen Dialog Kratylos benannte. Als Zwanzigjähriger begegnete er Sokrates, dem er sich als Schüler anschloss. Bis zu Sokrates’ Tod rund ein Jahrzehnt später blieb er bei ihm. Als Lehrer und als Vorbild prägte Sokrates die geistige Entwicklung Platons.

Abwendung von der Politik und erste Reisen

Als nach dem Kriegsende 404 v. Chr. in Athen die von den siegreichen Spartanern gestützte Terrorherrschaft der dreißig Oligarchen begann, zu denen Verwandte Platons gehörten, wurde er zur Beteiligung am politischen Leben eingeladen, lehnte jedoch ab, da er dieses Regime als verbrecherisch betrachtete.[14] Die politischen Verhältnisse nach der Wiederherstellung der Attischen Demokratie im Jahre 403 v. Chr. missfielen ihm aber auch. Ein Wendepunkt in Platons Leben war die Hinrichtung des Sokrates im Jahre 399 v. Chr., die ihn tief erschütterte. Das staatliche Vorgehen gegen seinen Lehrer wertete er als einen Ausdruck moralischer Verkommenheit und als Beweis für einen prinzipiellen Mangel im politischen System. Er sah nun in Athen keinerlei Möglichkeit einer philosophisch verantwortbaren Teilnahme am politischen Leben mehr, entwickelte sich zu einem scharfen Zeitkritiker und forderte einen von Philosophen regierten Staat.[15]

Nach dem Tod des Sokrates begab sich Platon mit anderen Sokratikern für kurze Zeit nach Megara zu Euklid von Megara, der ebenfalls ein Schüler des Sokrates war. In seinen Dialogen Phaidon und Theaitetos ließ er später diesen Euklid als Sokrates’ Gesprächspartner auftreten. In der Folgezeit soll er eine große Bildungsreise unternommen haben, die ihn laut verschiedenen Quellen, deren Angaben zur Route allerdings widersprüchlich sind, nach Kyrene zu dem Mathematiker Theodoros von Kyrene, nach Ägypten und nach Süditalien führte. Die Einzelheiten und die Datierung sind in der Forschung umstritten; insbesondere wird bezweifelt, dass Platon jemals in Ägypten war. Einiges spricht dafür, dass der Aufenthalt in Ägypten erfunden wurde, um Platon mit ägyptischer Weisheitstradition in Verbindung zu bringen. Unklar ist, ob die Bildungsreise mit der ersten Sizilienreise verbunden war oder schon einige Jahre vorher stattfand.[16]

Erste Sizilienreise

Um 388 v. Chr. unternahm Platon seine erste Sizilienreise.[17] Zunächst fuhr er nach Unteritalien, wo im 5. Jahrhundert die Philosophengemeinschaft der Pythagoreer großen Einfluss erlangt hatte, dann aber in blutigen Unruhen stark geschwächt worden war. In Tarent traf Platon den damals prominentesten und politisch erfolgreichsten Pythagoreer, den Staatsmann und Mathematiker Archytas von Tarent, der sein Gastfreund wurde. Von Archytas erhoffte er sich vor allem mathematische Erkenntnisse.[18] Zu den Philosophen, denen er in Unteritalien begegnete, soll auch Timaios von Lokroi gehört haben, den er später zum Hauptgesprächspartner seines Dialogs Timaios machte; die Historizität dieser Gestalt wird allerdings angezweifelt.[19] Danach reiste Platon nach Syrakus, wo damals der Tyrann Dionysios I. herrschte.

Die Berichte über diesen ersten Aufenthalt in Syrakus sind großenteils legendenhaft und umstritten. Da die Konfrontation eines aufrechten Philosophen mit einem tyrannischen Herrscher in der Antike ein beliebtes literarisches Motiv war, betrachtet die Forschung die überlieferten Einzelheiten von Platons Begegnung mit dem Tyrannen und seinem Bruch mit ihm skeptisch.[20] Jedenfalls hatte Platon mit Dionysios Kontakt, und der Ausgang war für den Philosophen ungünstig; der Freimut Platons soll den Herrscher erzürnt haben.[21] Enge Freundschaft schloss Platon jedoch mit Dionysios’ Schwager und Schwiegersohn Dion, der ein eifriger Platoniker wurde. Das Luxusleben in der Magna Graecia, den griechischen Städten auf italischem Boden, missfiel Platon.[22]

Laut Quellenberichten geriet Platon am Ende der Sizilienreise in Gefangenschaft und wurde als Sklave verkauft, kam aber bald wieder frei und konnte nach Athen zurückkehren. Ein Spartaner namens Pollis soll ihn im Auftrag des Dionysios auf dem Sklavenmarkt von Aigina verkauft haben, worauf der Käufer, ein gewisser Annikeris aus Kyrene, dem Philosophen aus Großmut und Wertschätzung die Freiheit schenkte. Sehr wahrscheinlich war aber Dionysios an der Episode nicht beteiligt; vielmehr wurde das Schiff, auf dem der Philosoph von Sizilien heimkehrte, von den Spartanern oder den Ägineten gekapert, die damals mit Athen im Krieg lagen.[23] Neue Lesungen in einem Papyrus, Philodems Index Academicorum, legen nahe, dass ein womöglich historischer Verkauf in die Sklaverei auf Ägina gegen Ende des Peloponnesischen Krieges (405/04 v. Chr.) oder alternativ 399 v. Chr., unmittelbar nach dem Tod von Sokrates, erst später auf Dionysios I. und die erste Sizilienreise übertragen wurde.[24]

Schulgründung und Lehrtätigkeit

Platons Akademie, Mosaikfußboden in Pompeji, 1. Jahrhundert n. Chr.

Nach seiner Rückkehr kaufte Platon um 387 v. Chr. bei dem Akadḗmeia (Άκαδήμεια) genannten Hain des attischen Heros Akademos (Hekademos) im Nordwesten von Athen ein Grundstück, wo er philosophisch-wissenschaftlichen Unterricht zu erteilen begann und seine Schüler zu Forschungen anregte. Dabei wurde er unterstützt von Gastphilosophen und Gastwissenschaftlern sowie fortgeschrittenen Schülern, die Lehraufgaben übernahmen. Da im Laufe der Zeit der Name von dem Hain auf die Schule übertragen wurde, begannen sich die Schulmitglieder Akademiker (Άκαδημαικοί Akademaikoí) zu nennen. So entstand die Akademie, die erste Philosophenschule Griechenlands. Einen Anstoß dazu gab wohl das Vorbild der Pythagoreergemeinschaft in Italien. Es bestand eine Rivalität mit Isokrates, einem Lehrer der Rhetorik, der kurz zuvor – um 390 v. Chr. – eine Schule der Beredsamkeit gegründet hatte; Platons Haltung zu den Bestrebungen des Isokrates war kritisch.[25] Auf dem Grundstück der Akademie lebte und lehrte Platon in den folgenden zwei Jahrzehnten.

Zweite Sizilienreise

Trotz der schlechten Erfahrungen auf der ersten Sizilienreise ließ sich Platon nach dem Tod des 367 v. Chr. gestorbenen Tyrannen Dionysios I. zu einer weiteren Reise nach Syrakus bewegen. Nachdem er zunächst starke Bedenken gehegt hatte, machte er sich 366 v. Chr. auf den Weg. Er folgte einer Einladung, die der Sohn und Nachfolger des Tyrannen, Dionysios II., auf Veranlassung von Platons Freund Dion an ihn gerichtet hatte. Dion erstrebte für sich eine maßgebliche Stellung am Hof. Platon hoffte, im Zusammenwirken mit Dion seine politischen Vorstellungen durch Einflussnahme auf den jungen Herrscher zur Geltung bringen und erproben zu können, günstigstenfalls ein Staatswesen nach dem Ideal der Philosophenherrschaft einzurichten. Dion war optimistischer als der von Anfang an eher skeptische Platon.[26]

Es zeigte sich jedoch, dass Dionysios II. zu einer umfassenden Staatsreform nicht willens oder nicht in der Lage war; sein Hauptaugenmerk galt der Sicherung seiner stets bedrohten Herrschaft. Am Hof konnte sich nur durchsetzen, wer in den dortigen Intrigen und Machtkämpfen die Oberhand behielt.[27] In den Auseinandersetzungen griff Dion zu konspirativen Mitteln, was (wohl im Spätsommer 366 v. Chr.) zu seiner Verbannung führte; er begab sich nach Griechenland.[28] Nach diesem Fehlschlag reiste auch Platon im Jahre 365 v. Chr. ab. Es wurde aber mit Dionysios vereinbart, dass beide nach einer Beruhigung der Lage zurückkehren sollten. Zwischen Dion und Dionysios bestand eine Rivalität um die Freundschaft Platons, und Dionysios war darüber enttäuscht, dass Platon Dion den Vorzug gab.[29]

Dritte Sizilienreise

361 v. Chr. reiste Platon zum dritten Mal – wiederum widerwillig und gedrängt – nach Sizilien. Archytas hatte ihn darum gebeten, in der Hoffnung, dass Platon einen günstigen Einfluss auf den Tyrannen ausüben werde, und Dionysios II., der die Anwesenheit des Philosophen wünschte, hatte Druck ausgeübt, indem er das Eintreffen Platons zur Bedingung für eine Begnadigung Dions machte. So entschloss sich Platon, zusammen mit seinen Schülern Speusippos und Xenokrates auf einem von Dionysios geschickten Schiff die Reise anzutreten.[30]

Das entscheidende Gespräch mit Dionysios verlief für Platon enttäuschend. Nach Platons Darstellung bildete sich Dionysios zu Unrecht ein, die philosophischen Lehren bereits zu verstehen, und zeigte keine Bereitschaft, sich der Disziplin echter Schülerschaft zu unterwerfen und ein philosophisches Leben zu führen. Außerdem hielt er die Zusage einer Rehabilitierung Dions nicht ein und beschlagnahmte sogar dessen großes Vermögen.[31] In den Kreisen der Platoniker und der Anhänger Dions hatte sich die Überzeugung verbreitet, dass nur ein Sturz des Tyrannen eine Besserung der Lage bewirken könne. Speusippos nutzte seinen Aufenthalt in Syrakus zur Betätigung in diesem Sinne, was dem Tyrannen wohl nicht verborgen blieb.[32] Durch die Parteinahme seiner Freunde und Anhänger für die Opposition geriet Platon in Verdacht und Bedrängnis, insbesondere als er sich für einen des Hochverrats verdächtigten Parteigänger Dions einsetzte.[33] Söldner des Dionysios, die Interesse am Fortbestand der bestehenden Machtverhältnisse hatten, bedrohten ihn.[34] Aus dieser lebensgefährlichen Lage rettete ihn Archytas, der von Tarent aus intervenierte und ihm im Sommer 360 die Heimkehr nach Athen ermöglichte.

Umsturz in Syrakus

Nach dem Scheitern von Platons Bemühungen beschloss Dion, mit seinen Anhängern zur Gewalt zu greifen. Dabei ermutigten und unterstützten ihn Mitglieder der Akademie, der er auch selbst angehörte. Platon hielt sich davon fern, da er weiterhin in einem Verhältnis der Gastfreundschaft zum Tyrannen stand, doch widersetzte er sich diesen Aktivitäten seiner Schüler nicht.[35] 357 v. Chr. wagte Dion den Feldzug mit einer kleinen Streitmacht von Söldnern. Es gelang ihm bald nach seiner Landung auf Sizilien, Dionysios mit Hilfe von dessen zahlreichen Feinden in Syrakus zu stürzen und in der Stadt die Macht zu übernehmen. Ob bzw. inwieweit er tatsächlich eine platonische Staatsordnung einführen wollte, wovon Platon selbst bis zuletzt überzeugt war, ist umstritten.[36] Jedenfalls versuchte er, die Verfassung umzugestalten, stieß dabei aber auf heftigen Widerstand und wurde verdächtigt, eine neue Tyrannenherrschaft errichten zu wollen. Dies führte nach mancherlei Wirren und Kämpfen 354 v. Chr. zu seiner Ermordung. Als Platon von Dions Tod erfuhr, dichtete er ein Epigramm, mit dem er dem geliebten Freund ein literarisches Denkmal setzte. An Dions Verwandte und Parteigänger in Sizilien richtete er den siebten Brief, in dem er sein Verhalten begründete und erläuterte.

Alter und Tod

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Platon lehrend und forschend. In hohem Alter wandte er sich mit einem öffentlichen Vortrag Über das Gute an ein breites, nichtphilosophisches Publikum, bei dem er jedoch auf Verständnislosigkeit stieß.[37] Er starb 348/347 v. Chr. und wurde auf dem Gelände der Akademie oder in dessen Nähe bestattet, laut Philochoros im Garten neben dem Museion.[38] Sein Testament ist erhalten. Da er unverheiratet und kinderlos war, fiel sein Erbe an einen Neffen oder Großneffen, den Knaben Adeimantos. Zu seinem Nachfolger als Leiter der Akademie (Scholarch) wurde sein Neffe Speusippos gewählt.

  1. ↑ Eine Zusammenstellung dieser Quellentexte mit Übersetzungen und Kommentar bieten Heinrich Dörrie, Matthias Baltes: Der Platonismus in der Antike. Band 2, Stuttgart-Bad Cannstatt 1990, S. 148 ff. Siehe auch Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 9 ff.
  2. ↑ Heinrich Dörrie, Matthias Baltes: Der Platonismus in der Antike. Band 2, Stuttgart-Bad Cannstatt 1990, S. 150–157, 404–414; Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 9–32.
  3. ↑ Eine Zusammenstellung der platonfeindlichen Quellentexte mit Übersetzungen und Kommentar bieten Heinrich Dörrie, Matthias Baltes: Der Platonismus in der Antike. Band 2, Stuttgart-Bad Cannstatt 1990, S. 2 ff.
  4. ↑ Verwandtschaft nach Debra Nails: The people of Plato. Indianapolis 2002, S. 244.
  5. ↑ Platon, Timaios 20e und Charmides 155a. Vgl. John K. Davies: Athenian Propertied Families, 600–300 B.C. Oxford 1971, S. 322–326.
  6. ↑ Zu den Familienverhältnissen siehe Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 41 f. (mit Stammtafel); Debra Nails: The people of Plato. Indianapolis 2002, S. 244 (Stammtafel) und unter den einzelnen Namen.
  7. ↑ Dieser Quelle zufolge in der 88. Olympiade unter dem Archon Diotimos, der 428–427 v. Chr. amtierte. Diese traditionelle, in der Forschung allgemein akzeptierte Datierung wird von Debra Nails: The people of Plato, Indianapolis 2002, S. 243–247 abgelehnt; sie plädiert für 424/423 v. Chr.
  8. ↑ John K. Davies: Athenian Propertied Families, 600–300 B.C. Oxford 1971, S. 333; Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 43.
  9. ↑ James A. Notopoulos: The Name of Plato. In: Classical Philology. Bd. 34, 1939, S. 135–145; John K. Davies: Athenian Propertied Families, 600–300 B.C. Oxford 1971, S. 333; Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 35–38; Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 42 f.
  10. ↑ James A. Notopoulos: The Name of Plato. In: Classical Philology. Bd. 34, 1939, S. 135–145, hier: 141–143; Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 35, 38.
  11. ↑ Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 44 f.; Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 39–51.
  12. ↑ Diogenes Laertios 3,4.
  13. ↑ Aristoteles, Metaphysik I 6, 987a32; vgl. Debra Nails: The people of Plato. Indianapolis 2002, S. 105 f.
  14. ↑ Platon, Siebter Brief 324d–325a.
  15. ↑ Platon, Siebter Brief 325b–326b.
  16. ↑ Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 46–48. Vgl. William K. C. Guthrie: A History of Greek Philosophy, Band 4, Cambridge 1975, S. 14–16. Die Quellen sind zusammengestellt, übersetzt und kommentiert von Heinrich Dörrie, Matthias Baltes: Der Platonismus in der Antike. Band 2, Stuttgart-Bad Cannstatt 1990, S. 166–177, 427–453. Vgl. Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 61–69.
  17. ↑ Siehe zur Datierung Konrad Gaiser: Der Ruhm des Annikeris. In: Konrad Gaiser: Gesammelte Schriften. Sankt Augustin 2004, S. 597–616, hier: 615. Diese sonst allgemein akzeptierte Datierung wird von Debra Nails: The people of Plato. Indianapolis 2002, S. 129, 247 f. abgelehnt; sie plädiert für ca. 384/383. v. Chr.
  18. ↑ Carl A. Huffman: Archytas of Tarentum. Cambridge 2005, S. 32–42.
  19. ↑ Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 50, 262 f.; Debra Nails: The people of Plato. Indianapolis 2002, S. 293.
  20. ↑ Karl Friedrich Stroheker: Dionysios I. Gestalt und Geschichte des Tyrannen von Syrakus, Wiesbaden 1958, S. 100–105; Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 19 f.; Kai Trampedach: Platon, die Akademie und die zeitgenössische Politik, Stuttgart 1994, S. 105.
  21. ↑ Kai Trampedach: Platon, die Akademie und die zeitgenössische Politik, Stuttgart 1994, S. 106; Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 50; Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 74–85.
  22. ↑ Platon, Siebter Brief 326b–d; Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 50 f.
  23. ↑ Eine Zusammenstellung der Quellenzeugnisse und gründliche Untersuchung bietet Konrad Gaiser: Der Ruhm des Annikeris. In: Konrad Gaiser: Gesammelte Schriften. Sankt Augustin 2004, S. 597–616. Siehe auch Hermann Breitenbach: Platon und Dion, Zürich 1960, S. 15 f.; Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 760; Karl Friedrich Stroheker: Dionysios I. Gestalt und Geschichte des Tyrannen von Syrakus, Wiesbaden 1958, S. 105; William K. C. Guthrie: A History of Greek Philosophy, Band 4, Cambridge 1975, S. 18 f.; Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 50 f.; Alice Swift Riginos: Platonica, Leiden 1976, S. 86–92.
  24. ↑ Phld. Ind. Acad. Kol. 2,43-3,16, ausführlich zur Datierungsfrage (405/04 v. Chr. oder 399 v. Chr.) Kilian Fleischer: Philodem, Geschichte der Akademie. Einführung, Ausgabe, Kommentar. Brill, Leiden/Boston 2023, ISBN 978-90-04-54653-0, S. 298–311,450-454. Diese älteste Version des Verkaufs in die Sklaverei (Ende 4. Jh. v. Chr.) geht über Neanthes von Kyzikos auf Philiskos von Ägina zurück.
  25. ↑ Zu dem Konkurrenzverhältnis siehe Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 51, 348 f.; Malcolm Schofield: Plato in His Time and Place. In: Gail Fine (Hrsg.): The Oxford Handbook of Plato. Oxford 2008, S. 47–51; Christoph Eucken: Isokrates. Seine Position in der Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Philosophen, Berlin 1983, besonders S. 107 ff., 235 ff.
  26. ↑ Zu den Einzelheiten dieser Vorgänge siehe Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 29–35, Hermann Breitenbach: Platon und Dion, Zürich 1960, S. 22–27, Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 55. Kai Trampedach: Platon, die Akademie und die zeitgenössische Politik. Stuttgart 1994, S. 107–109 vermutet bei Dion keine philosophischen, sondern nur machtpolitische Motive. Vgl. auch Kurt von Fritz: Platon in Sizilien und das Problem der Philosophenherrschaft. Berlin 1968, S. 63–68.
  27. ↑ Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 32–41.
  28. ↑ Helmut Berve: Dion. Wiesbaden 1957, S. 36–39.
  29. ↑ Helmut Berve: Dion. Wiesbaden 1957, S. 39 f., 45 f., 57.
  30. ↑ Zu diesen Vorgängen siehe Helmut Berve: Dion. Wiesbaden 1957, S. 45–47.
  31. ↑ Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 48–53, 58 f.
  32. ↑ Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 53.
  33. ↑ Helmut Berve: Dion. Wiesbaden 1957, S. 53–57.
  34. ↑ Helmut Berve: Dion. Wiesbaden 1957, S. 57 f.
  35. ↑ Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 61, 65 f.; Kai Trampedach: Platon, die Akademie und die zeitgenössische Politik, Stuttgart 1994, S. 111 f.
  36. ↑ Helmut Berve: Dion, Wiesbaden 1957, S. 62–114, Hermann Breitenbach: Platon und Dion. Zürich 1960, S. 65–70. Kai Trampedach: Platon, die Akademie und die zeitgenössische Politik. Stuttgart 1994, S. 115–122 und Jürgen Sprute: Dions syrakusanische Politik und die politischen Ideale Platons. In: Hermes 100, 1972, S. 294–313 sprechen Dion eine platonische Motivation ab. Vgl. Kurt von Fritz: Platon in Sizilien und das Problem der Philosophenherrschaft. Berlin 1968, S. 100 f., 108–118, 128–135.
  37. ↑ Über das Gute gilt traditionell als Alterswerk; allerdings treten einige Forscher für eine frühere oder gar sehr frühe Datierung ein. Siehe dazu Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 419–421.
  38. ↑ Zum Tod und den damit verbundenen Legenden siehe Michael Erler: Platon. Basel 2007, S. 57 f.; Alice Swift Riginos: Platonica. Leiden 1976, S. 194–198. Das Todesjahr war das erste Jahr der 108. Olympiade (Sommer 348 bis Sommer 347 v. Chr.). Zum über Philochoros in Phld. Ind. Acad. Kol. 2,31-33 überlieferten exakten Bestattungsort siehe Kilian Fleischer: Philodem, Geschichte der Akademie. Einführung, Ausgabe, Kommentar. Brill, Leiden/Boston 2023, ISBN 978-90-04-54653-0, S. 292–295.